Vegan in der Reha?

Reha-Geschichten (9)
Nach unseren sehr schlechten Erfahrungen in der Reha Weiskirchen, waren wir auf einiges gefasst. Aber sowohl die behandelnde Ärztin als auch die zuständige Ernährungsberaterin haben nicht das Gesicht verzogen oder uns Vorträge gehalten, sie haben das akzeptiert und waren offen.
Wenn man die vegane Ernährung nicht nur als ethisches, sondern auch als Gesundheitskonzept sieht, gehört sie wohl in eine Reha, die wiederherstellen und gesundmachen will… „Vegan in der Reha?“ weiterlesen

Erinnerungen: MTB-Marathon St. Wendel

Reha-Geschichten (8)
Die kleine Wanderung gestern hat einige Erinnerungen wach gerufen. In diesem Schaumberger Land waren wir jahrelang Gast gewesen. In den 80er und 90er- Jahren war St. Wendel die saarländische Hochburg des Mountainbikens gewesen. Viele internationale Vernstaltungen wie Worldcup, Europameisterschaften usw. lockten Tausende hierher. Wir waren oft unter den Massen zu finden, wollten die Stars und ihre Räder sehen… „Erinnerungen: MTB-Marathon St. Wendel“ weiterlesen

Immer unterwegs

Reha-Geschichten (7)

Reha heißt: immer unterwegs sein. Ein ziemlich eng geschnittener Behandlungsplan zwingt uns alle zur Mobilität. Es können bis zu 8 Termine am Tag sein. Im Kopf aber immer das „Eile mit Weile!“. Niemand schimpft, wenn man mal zu spät kommt, nur bei den Meditationen muss man außen vor bleiben, dann macht man eben eine Einzelmeditation. „Immer unterwegs“ weiterlesen

Achtsam in den Rehatag

Reha-Geschichten (6)
Scheinbar sind inzwischen asiatische Weisheiten und Methoden bis in deutsche Kliniken vorgedrungen, was bestimmt ein Gewinn für die Patienten ist. So kann der Tag in der Bosenbergklinik mit einer Achtsamkeitsübung begonnen werden, einem meditativen Einstieg. Für mich gibt es zudem auf Wunsch auch eine Achtsamkeitstherapie, ebenfalls Atemübungen nach buddhistischem Muster. „Achtsam in den Rehatag“ weiterlesen

Rollator, Jogginghose und Leinentasche

Reha-Geschichten (5)

…sind die untrüglichen Kennzeichen des echten Rehamenschen. Mir fehlt eigentlich alles. Die Leinentasche (darauf der sinnige Spruch: „Hier kommt Gesundheit zum Tragen“) wurde schnell gegen einen kleinen Rucksack ausgetauscht, weil die Tasche schrecklich unpraktisch und öd ist. Denn Sachen muss man immer mit herum schleppen: Wasserflasche, Handtuch, Behandlungsbuch, Schlüssel… „Rollator, Jogginghose und Leinentasche“ weiterlesen

Nintendo in der Reha

Reha-Gewschichten (4)
Auf dem Programm steht diesmal: Wii Fit Ballance, ein Computerspiel für Kopfpatienten. Man steht mit beiden Füßen auf einer Art Brett und schaut auf einen Bildschirm an der Wand. Mittels leichter Körperbewegungen, Gleichgewichtsverlagerungen kann man das Spiel steuern. Für Anfänger: Kugeln in ein Loch rollen lassen. Gar nicht so einfach! Nächste Woche wird es wohl besser gehen, jedenfalls eine spaßige Anwendung… Und das vor dem Frühstück! Was will man mehr? „Nintendo in der Reha“ weiterlesen

Das massierende Wasserbett

Reha-Geschichten 2
Die Maschine heißt Medi-Jet und wird so manchen physiotherapeutischen Arbeitsplatz wegrationalisiert haben. Es ist eine Art Wasserbett. Man legt sich mit dem Rücken drauf, ein paar Einstellungen am Steuerpult und schon geht es los: Von unten drückt ein kräftiger Wasserstrahl auf die zu massierenden Körperteile und wandert den Rücken rauf und runter. Das Bett ist geheizt, und die Massage angenehm, auch wenn keine menschliche Hand dich berührt. Das einzige Problem: einschlafen und den nächsten Behandlungstermin vepassen… „Das massierende Wasserbett“ weiterlesen

Duddeln auf dem Ergometer

Reha-Geschichten
Endlich wieder Radfahren, denkt der Patient und freut sich. Na ja, Radfahren kann man das Duddeln auf einem Ergometer schon nennen: Es gibt einen Lenker, Pedale, einen Fahrradcomputer, doch so Manches fehlt: das anspruchsvolle und
abwechslungsreiche Gelände, das Panorama, die frische Luft- doch halt: die Therapeutin öffnet das Fenster-, die netten Kumpels. Die Mitstreiter auf den anderen fünf Rädern sind mir nur vom Gesicht her bekannt… „Duddeln auf dem Ergometer“ weiterlesen

Die gemütliche Werkstatt

Geht es samstags in der Werkstatt eher hektisch zu, kommen wir montags oder diesmal war es dienstags, eher zur Ruhe – und natürlich zum Schrauben. Der Samstag ist ein offener Tag, offen für kranke Fahrräder, Besucher und Kontaktsucher. Montags wird mehr gearbeitet, aber auch gesschnabbelt. Es gibt Kaffee und Tee, manchmal – so vor Weihnachten – sogar ein kleines (Nikolaus-)Bier.
Diemal konnten wir zum ersten Mal Raffa als neuen Mitarbeiter begrüßen, ansonsten bevölkerten die Werkstatt: da Tino, Lukas, Elmar und Peter. Norbert durfte als Reconvalescent in einem Sessel sitzen und Kommanddos geben… „Die gemütliche Werkstatt“ weiterlesen

Kahbutt, nicht gutt!

Es gab an diesem ersten Werkstatttermin im neuen Jahr allerhand zu tun. Zeitweise wuselten bis zu vierzig Menschen auf dem Schulhof und vor der Werkstatt herum. Und dann stand der „Chef“ nur mit halber Kraft zur Verfügung… Dabei gibt es immer so viel zu regeln: Abeitsaufträge müssen verteilt werden, diesmal an Uwe, Jörg, Elmar, Obeida, Feras (Danke, dass ihr wieder dabei wart!) Danke auch an Lukas, der diesmal die Schlüsselgewalt besaß und viel geregelt hat und auch an Mara, die das erste Mal dabei war und auf den „Chef“ aufgepasst hat… „Kahbutt, nicht gutt!“ weiterlesen

Vater und Sohn

Die jetzt beginnende Ruhe- und Reha-Phase lässt viel Zeit, das Ein oder Andere aufzuarbeiten bzw. vorzustellen. so zum Beispiel meine Lieblingsbildergeschichten von Vater und Sohn. Ein Weihnachtsgeschenk, ein Buch mit allen Geschichten ist Auslöser für diesen Beitrag. Es sind anrührende, witzige, intelligente Geschichten… Viele, viele SchülerInnen durften sie schon genießen (hoffe ich), indem sie im Deutschunterricht besprochen und bearbeitet wurden. Obligatorisch war dann auch leider eine KLassenarbeit zu einer solchen Vater-Sohn-Geschichte. „Vater und Sohn“ weiterlesen

Gehirnbluten im Lückner

Die Überarbeitung
Liebe Leute, ich bin nun wieder zuhause – ist das so schön! Das gesamte Ereignis kommt mir immer noch so irreal vor. War das wirklich passiert? Die Erinnerungen an den Vormitttag sind nicht so groß. So hundertprozent fit bin ich auch noch nicht, siehe die vielen Tippfehler :-(

Nicht der Lückner hat geblutet, sein Gehirn wird hoffentlich noch lange intakt bleiben. Das Problem entstand eher in meinem Gehirn, – und nach fast zwei Wochen Neurochirurgie ist immer noch nicht richtig klar, wodurch die Hirnblutung entstand. Eine Langzeitblutdruckmessung hat Bluthochdruck ausgeschlossen. Die vielen CTs andere Ursachen. Vielleicht war es doch die Höhenlage der Oppener Kuppe? …
Es begann alles ganz unspektakulär und harmlos: Kein herunter stürzender Ast, keine verirre Kugel eines Weihnachtsjägers, auch kein Sturz!
Es sollte einfach eine kleine Weihnachtstour mit Lukas am Vormittag durch den Lückner werden. Dann plötzlich die ersten unsicheren Schritte neben dem Rad, dann unsicheres Fahren, einige misslungene Selbstauslöserfotos. Lukas ordnet Absteigen und Schieben an, dann – ohne Anordnung – Erbrechen in Oppen. Jetzt musste ein Krankenwagen her. Lähmungserscheinungen auf der linken Körperseite, Verdacht auf Hirnschlag. In Merzig: künstliches Koma, Überführung zum Winterberg, zu den Spezialisten. Hier Erwecken aus dem Koma: die Lähmungen sind verschwunden, Erstaunen bei den Ärzten und große Freude bei der Familie…
Nach einer Woche Neurochirurgie bin ich glücklich zurück zu Hause und werde wohl nächste Woche – sobald die Genehmigungen der Krankenversicherung da sind, eine Reha antreten. Voraussichtlich in der Bosenbergklinik in St. Wendel. Dort muss ich nur noch irgendwie mein Rad in den Rehaplan oder ins Zimmer geschmuggelt bekommen… :-)

Vielen Dank für alle eure Neujahrs- und Genesungswünsche, die haben sehr geholfen!!
Lieber Schutzengel Lukas, du kannst vielleicht das Ein oder Andere im Kommentar ergänzen oder richtig stellen…