Zur Nebelburg

    Fahrer/innen: mit Elisabeth
    Strecke: Wallerfangen, Oberlimberg, Gisingen, Teufelsburg
    Dauer/Länge/Höhenmeter: 2:00 Std /21 km
    Wetter: 2 Grad, bewölkt, Nebel

Eigentlich wollten wir die Fernsicht vom Gau aus und insbesondere von der Teufelsburg aus genießen, aber das Wetter spielte leider nicht ganz mit. Nebel trübte die Sicht.
Wir machen diesmal eine Radtour: die Teufelsburgrunde (21 km, 300 hm, Schwierigkeitsgrad mittel bis hoch). Hochgelobt in der Saarbrücker Zeitung (siehe Anhang) als schwierige Tour für Sportbegeisterte. Wir starten in Wallerfangen und fahren zum Warmwerden erstmal durch das Boch-Gelände den Oberlimberg hoch.

 

Vorbei an altem Gemäuer, Kreuzwegsteinen am Wegesrand, der Kapelle, am Palast des Arbeiterführes Lafontaine, weiter nach Gisingen. Kaffe- und Kulturpause im Haus Saargau, einem mit viel Geld restaurierten lothringischen Bauernhaus. Der Kreis Saarlouis hat ein Heimatmuseum und eine Kuturbegegnungstätte daraus gemacht. Es ist ein sogenanntes Einhaus, in dem Menschen und Tiere unter einem Dach gelebt haben. Ein Besuch lohnt sich.

 

Über den Gau hinweg durch Kerlingen und Düren radeln wir dann voll mit Kaffe und Prospekten mit inzwischen etwas Fernsicht bis zur Teufelsburg.
Die Abfahrt bis zurück nach Wallerfangen: eine eisige Angelegenheit. So schön gefroren haben wir schon lange anicht mehr…

 

 

Wir sind die Strecke anders herum gefahren als in der folgenden Beschreibung

Teufelsburgrunde – eine Strecke für Sportskanonen
Von SZ-Redakteurin Dörte Grabbert

 

Wallerfangen/Felsberg. Diese Strecke hat es in sich: Starke Anstiege bringen den Radfahrer an den Rand der Erschöpfung, grandiose Ausblicke lassen wiederum Glückshormone fließen. Die Teufelsburg-Runde ist sicher keine gemütliche Feierabend-Tour. Wer diese Strecke genießen will, muss sportlich sein.
Startpunkt ist in Wallerfangen der Parkplatz vorm Rathaus. Von dort hat man die Wahl nach links zum Radweg Richtung Oberlimberg oder nach rechts Richtung Beaumarais zu fahren. Da die Teufelsburg als Ausflugsziel lockt, wird hier die Route nach rechts empfohlen. Aber aufgepasst: Der Abzweig Richtung Beaumarais ist leicht zu verfehlen, da der Wegweiser entgegengesetzt der Fahrtrichtung angebracht ist.
Einmal auf dem richtigen Weg geht es raus aus Wallerfangen, eine leichte Anhöhe hinauf und über einen Feldweg nach Beaumarais, weiter Richtung Unterfelsberg. Auf diesem Stück der Strecke bekommt der Radwanderer eine Ahnung davon, was ihn wenig später erwartet. Es geht langsam bergauf. Wer schiebt, muss sich nicht schämen. So verpasst er wenigstens nicht die leckeren Brombeeren entlang des Wegrands.
Am Ende steht der sportliche Radler vor einer schweren Entscheidung: Nimmt er den direkten Weg zur Burg, muss er laut Radwanderkarte schieben. Fährt er außen herum, wird es zwar auch ein steiler Aufstieg, aber er kann, wenn er das durchhält, auf dem Sattel bleiben. Schiebt er, sei hier gesagt: Das Wort Schiebestrecke ist eine maßlose Untertreibung. Statt zu schieben, muss das Rad den Berg hochgewuchtet werden. Selig sind die, die ein Alurad besitzen. Oben angekommen, zitternd und schwitzend, belohnt allerdings der grandiose Ausblick von der Teufelsburg auf die Region.
Nach einer ausgiebigen Rast geht es weiter nach Düren und vorbei am Flugplatz nach Kerlingen und Gisingen. Diese Strecke hat leichte Steigungen, ist aber relativ gemütlich und führt durch die idyllische Landschaft des Saargaus mit seinem sanften Hügelland. In Gisingen lohnt ein Zwischenstopp im Haus Saargau, ein Paradebeispiel für einen einzigartigen Bautyp, wie es ihn nur in dieser Region gibt.
Von Gisingen aus bietet die Route dann zwei Alternativen. Der kürzere Weg führt bergab über St. Barbara zurück nach Wallerfangen. Wessen Kondition das noch hergibt, der nimmt den Weg Richtung Oberlimberg. Sehenswert sind hier die Graben- und Wallsysteme aus der keltischen Zeit. Von Oberlimberg geht es ebenfalls in Talfahrt nach Wallerfangen, quasi als Ausgleich für den Gewaltmarsch auf die Teufelsburg.

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