Der leere See

    Fahrer/innen: mit Uwe und Sebastain
    Strecke: Nunkirchen, Bardenbach, Lockweiler, Meweskreuz, Kastel, Peterberg, Bostalsee, Ritzelberg, Scheuern
    Dauer/Länge/Höhenmeter: 4 Std / 67 km / 1000 hm
    Wetter: 27 Grad, Sonne

Kostenlos Tretboot fahren
… das war der Höhepunkt. U und S stürzen sich direkt auf ein freies Boot. Die Bikes werden hinten rein gewuchtet. Und los geht es. Fahrt nicht zu weit weg, rufe ich noch, und schon strampeln die beiden los. Mensch, geht das heute leicht, denkt U, habe ich abgenommen? Oder hat S so viel Kraft?
Nachdem ausreichend gelacht und genügend Fotos geschossen sind, setzen wir unsere Tour per Bike wieder fort. Tretbootfahren auf der Wiese ist doch nicht so reizend…

 

Die Baustelle
Der See ist leer, fast leer. Schon halb zugewachsen, mit Bauzaun vorne dran, bietet der Bostalsee ein trauriges Bild. Wegen Reparaturen an der Staumauer ist er um etwa 8 Meter abgelassen worden und sieht wie eine große Pfütze aus. Wenig Leben ringsum. Das Restaurant am Jachthafen beschallt den See laut mit deutschen Schlagern, zwei Radwanderer sitzen auf der Terrasse, das hilft alles nicht…
Auf dem Weg bis zum Bostalsee gab es noch mehr „Enttäuschungen“ zu besichtigen. Das Meweskreuz hinter Lockweiler ist nur ein halbes. Der Querbalken fehlt: geklaut, zur Renovierung? Auf jeden Fall sieht es seltsam aus.
Die Sternwarte kommt uns recht putzig, klein und spielzeugmäßig vor. Dort soll ein dickes Fernrohr stehen. Wir müssen wohl einmal eine Besichtigung mitmachen.
Oben auf dem Peterberg kommt der nächste Dämpfer: ein großes Schild das Mountainbikern verbietet, den sehr breiten Wanderweg runter nach Braunshausen zu fahren. Wir müssten mit der Kinderbahn fahren. Ob die aber unsere Bikes transportieren. Die müssten wir dann dem „Almkönig“ anvertrauen!

 

Die Peterkapelle
Erfreulich dann: die Peterkapelle. Wir gönnen uns ein paar Augenblicke Ruhe, betrachten die Kerzen und die bunten Fenster. Der Opa, der dazu kommt, hätte uns gern noch mehr von sich erzählt: 82 Jahre, jeden Tag 5 Stunden wandern…

Info
An der Stelle der heutigen Kapelle hat schon im 13. Jahrhundert eine Kapelle gestanden. Sie war aus Holz und wurde im 16. Jahrhundert mit Steinmauern verstärkt. Ende des 18. Jahrhunderts sei sie zerfallen, heißt es in einer Niederschrift.
In vorchristlicher Zeit soll der Peterberg ein Wetterberg, und dem heidnischen Gott Donar geweiht gewesen sein. Später, so will es der Volksmund wissen, hätten böse Geister ihr Unwesen auf dem Berg getrieben. Vor allem seien das Wetterhexen gewesen, die den ringsum ansässigen Bauern mit Blitz und Donner die Ernten vernichtet hätten.
Das Christentum räumte mit diesem geisterhaften Gedankengut gründlich auf. Der Peterberg hatte im Mittelalter auch den Status eines Grenzberges. (aus: www.neunkirchen-nahe.de

 

Volle Flaschen
Flaschen füllen wir an der Nahequelle. Beim Hofgut Imsbach besuchen wir noch die Kapelle und gönnen uns dann einen schönen Trail bis nach Tholey…
Der Rückweg über den Ritzelberg bietet weder Überraschungen noch Enttäuschungen…

 

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