{"id":34464,"date":"2016-12-24T08:35:13","date_gmt":"2016-12-24T07:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/?p=34464"},"modified":"2016-12-30T08:47:10","modified_gmt":"2016-12-30T07:47:10","slug":"eine-nepalreise-und-die-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/?p=34464","title":{"rendered":"Eine Nepalreise und die Folgen"},"content":{"rendered":"<p>Es ist zwei Jahre her &#8211; und doch so pr\u00e4sent. Wir wollten eigentlich &#8222;nur&#8220; die h\u00f6chsten Berge der Welt sehen und mit dem MTB umfahren, wir wollten mal eine Fernreise machen und ein wenig das Flair und den Geruch von Asien einatmen. Aber es wurde viel mehr daraus. <!--more--><\/p>\n<p>Aber scheinbar stand die Reise <strong>im Jahr 2014<\/strong> unter einem schlechten Stern: Im Flugzeug h\u00f6rten wir von einem schweren Ungl\u00fcck in Nepal, einem Schneesturm, wie es ihn seit Jahren nicht mehr gegeben hatte. Er kostete f\u00fcnfzig Menschen das Leben. Der Blizzard tobte im Gebiet des Thorong La &#8211;  das ist der Pass,  den wir  eine Woche sp\u00e4ter \u00fcberqueren wollten. Schlechte Aussichten f\u00fcr unseren Trip&#8230;<br \/>\nZusammen mit unseren Guides von <strong>Makalu Adventure Kathmandu<\/strong> haben wir die Route dann abge\u00e4ndert und angepasst. Wir n\u00e4herten uns dem Pass und damit dem Annapurnagebirge von Manang aus bis auf 4000 m H\u00f6he. Dann kamen wir mit unseren Bikes nicht mehr weiter. Wir kehrten auf dem selben Weg, n\u00e4mlich durch die Marsyandi-Schlucht wieder zur\u00fcck nach Besishahar.  Per Kleinbus kamen wir auf die andere Seite des Himalaya und konnten  von Pokhara aus noch einige MTB-Touren machen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/juni16_52.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/juni16_52.jpg\" alt=\"juni16_52\" width=\"700\"  \/><\/a><\/p>\n<p>Es war eine Reise der Gegens\u00e4tze: Wir erlebten die Sch\u00f6nheit, aber auch die zerst\u00f6rerische Gewalt der Natur. Wir konnten zu den gewaltigen Achttausendern und ihren Gletschern aufblicken und mussten \u00fcber einen gef\u00e4hrlichen Pfad balancieren, weil der Monsun einen Teil einer Bergstra\u00dfe weggerissen hatte.<br \/>\nWir sahen und erlebten die Armut der Bev\u00f6lkerung, aber gleichzeitig haben wir ihre Lebensfreude, ihre Geduld und Freundlichkeit sch\u00e4tzen gelernt. Wir hatten nicht nur unterwegs Kontakt zu Einheimischen, sondern waren drei Wochen lang mit vier Nepalesen unterwegs und lernten diese Menschen n\u00e4her kennen und sch\u00e4tzen.<br \/>\nWir sahen und erlebten den Unterschied zwischen West und Ost, in unserem Fall die westlichen Touristen und die asiatischen Menschen: gro\u00dfe Gegens\u00e4tze. Die einen laut, besitzergreifend, arrogant und unangenehm, die anderen leise, geduldig, bescheiden, angenehm.<\/p>\n<p>Alle Berichte, Fotos und Videos gibt es <a href=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/?page_id=29732\">hier<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/juni16_53.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/juni16_53.jpg\" alt=\"juni16_53\" width=\"700\"  \/><\/a><\/p>\n<p>Mit all diesen Erfahrungen kehren wir nach drei au\u00dfergew\u00f6hnlichen Wochen  zur\u00fcck   nach Hause. War es das jetzt? Unser normales Leben geht weiter? Nat\u00fcrlich, aber es hat sich doch wohl einiges ge\u00e4ndert: Unsere Sicht auf die Welt und die Mitmenschen ist eine andere. Wir leben mit mehr Dankbarkeit im Herzen \u00fcber unsere gute Situation und mehr Achtsamkeit im Alltag. Dann wird der Kontakt zu Nepal und den Menschen, die wir kennen gelernt haben pl\u00f6tzlich wieder sehr eng. Im Fr\u00fchjahr 2015 wird Nepal durch zwei Erdbeben stark zerst\u00f6rt und Tausende verlieren ihr Leben, Millionen ihr Dach \u00fcber dem Kopf. Internationale gro\u00dfe Hilfsprogramme laufen an, aber die Politik, die Politiker in Nepal sind nicht f\u00e4hig, die Lage in den Griff zu bekommen. Die Menschen sind auf die Hilfe der nichtstaatlichen  und privaten Organisationen angewiesen. Hier funktioniert es. Wir sind dabei.<\/p>\n<p>Mit Hilfe unser vielen Fotos uns Filme k\u00f6nnen wir acht Bilderabende \u00fcber unsere Reise nach Nepal gestalten und insgesamt fast 8.000 Euro Spenden sammeln. Es machte uns sehrt froh, in der \u00d6ffentlichkeit von unseren Erfahrungen berichten  &#8211; und helfen zu k\u00f6nnen. Wir unterst\u00fctzen sowohl unsere Bekannten in Nepal pers\u00f6nlich und direkt, aber auch verschiedene <strong>Hilfsprojekte<\/strong>. <\/p>\n<p>Und es ist wohl mit auf unsere Erfahrungen auf diese Reise zur\u00fcck zu f\u00fchren, dass wir uns alle drei, die in Nepal dabei waren, nach dem Ende dieser Hilfsaktionen weiter sozial engagiert haben und noch immer sind: Wir haben uns in der Fl\u00fcchtlingshilfe vor Ort engagiert und einen <strong>Fahrradtreff f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge<\/strong> aufgebaut.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/juni16_54.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/juni16_54.jpg\" alt=\"juni16_54\" width=\"700\"  \/><\/a><\/p>\n<p>2016 folgte ein weiterer Vortrag \u00fcber &#8222;Kinder in Nepal&#8220; auf einer privaten Geburtstagsfeier, wo die G\u00e4ste f\u00fcr das Kinderhaus Kathmandu spenden konnten.<br \/>\nEin Bilderabend mit dem Schwerpunkt &#8222;Mountainbiken in den Bergen&#8220; gab es im Herbst. Wir zeigten Fotos von unseren Touren in den verschiedenen Regionen der Alpen. Dabei konnten die Zuschauer wieder f\u00fcr das immer noch Not leidende Nepal spenden. Der Erl\u00f6s dieses Abends ging auch an das Kinderhaus Kathmandu.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kinderhaus.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kinderhaus.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist zwei Jahre her &#8211; und doch so pr\u00e4sent. Wir wollten eigentlich &#8222;nur&#8220; die h\u00f6chsten Berge der Welt sehen und mit dem MTB umfahren, wir wollten mal eine Fernreise machen und ein wenig das Flair und den Geruch von Asien einatmen. 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