{"id":32332,"date":"2015-01-31T08:00:02","date_gmt":"2015-01-31T07:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/?p=32332"},"modified":"2015-02-02T11:09:24","modified_gmt":"2015-02-02T10:09:24","slug":"nepal-2014-ein-typischer-tag-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/?p=32332","title":{"rendered":"Nepal 2014: Ein typischer Tag (3)"},"content":{"rendered":"<p><strong>12.30 Uhr<\/strong>. Wir tragen unsere R\u00e4der ein paar Stufen hoch zum Haus. Ein Nepalese steht schon oben und begr\u00fc\u00dft uns: &#8222;Namaste&#8220;. Die R\u00e4der und das Gep\u00e4ck sinken zu Boden und wir lassen uns zufrieden in die blauen Plastikst\u00fchle fallen. Kaum sitzen wir, fragt Tensing aauch schon, ob wir Lust auf eine Tasse Kaffee oder Tee h\u00e4tten. Wer k\u00f6nnte da &#8222;Nein&#8220; sagen? Mit den Getr\u00e4nken bringt Tensing auch die Speisekarte &#8211; seit einigen Tagen unsere liebste Lekt\u00fcre. Inzwischen wissen wir, was sich hinter den meisten Begriffen verbirgt. &#8222;Veg Steamed Mo Mo&#8220; sind zum Beispiel die mit Gem\u00fcse gef\u00fcllten Teigtaschen, ged\u00fcnstet.<!--more--><\/p>\n<p>Diesmal entscheiden wir uns f\u00fcr gebratene Nudeln mit Gem\u00fcse. J\u00f6rg will eine Pizza probieren. Meist k\u00f6nnen wir eine Zeit festlegen, wann wir essen wollen. 13 Uhr w\u00e4re prima. So haben wir noch gen\u00fcgend Zeit, unsere Zimmer zu beziehen, die diesmal wieder im ersten Stock liegen, Toilette mit Sch\u00fcssel zum Sitzen. Luxus!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_747b.jpg\" alt=\"nepal14_747b\" width=\"712\" height=\"352\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32337\" srcset=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_747b.jpg 712w, https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_747b-200x99.jpg 200w, https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_747b-300x148.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px\" \/><\/p>\n<p><strong>14.10 Uhr<\/strong>. Die Musik kommt n\u00e4her: Trommeln und immer wiederkehrender Gesang. Bald zieht eine Gruppe von ca. vierzig Menschen unten an der Lodge vorbei zu einem freien Platz am Ende des Dorfes. Angef\u00fchrt wird die Gruppe von zwei Zeremonienmeistern, welche die Trommel schlagen und den Gesang anstimmen. Sie sind im Gesicht schwarz angemalt und tragen Ketten mit Lebensmitteln um den Hals, wahrscheinlich die Opfergaben f\u00fcr die G\u00f6tter. In festgelegten, rituellen Schritten bewegen sie sich zur Musik durch das Dorf in Richtung Totenplatz. Wir k\u00f6nnen die Zeremonie von unserem Balkon aus gut beobachten. Es wird gesungen, getanzt, auch gelacht, manchmal aber auch geschrien. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_748b.jpg\" alt=\"nepal14_748b\" width=\"712\" height=\"349\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32343\" srcset=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_748b.jpg 712w, https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_748b-200x98.jpg 200w, https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_748b-300x147.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px\" \/><\/p>\n<p><strong>15.00 Uhr<\/strong>. Nach einer Mittagspause inklusive eines kleinen Schl\u00e4fchens packen wir einen Rucksack mit Wasser und Fotoapparaten und machen uns zu Fu\u00df auf den Weg ins Tal gegen\u00fcber. Oberhalb von Dharapani f\u00fchrt eine H\u00e4ngebr\u00fccke in den kleinen Ort Thoche. Schon von der Br\u00fccke aus sieht man einen drei Meter hohen, frisch gestrichenen Gompa leuchten. Hier biegt man auch ein, um den Manaslu-Trek zu gehen. So weit wollen wir diesmal nicht, wir begn\u00fcgen uns mit dem kleinen Ort. Die Wege sind mit faustgro\u00dfen Steinen gepflastert, eine Kuh schaut hinter einer Mauer hervor und ein Junge, den ich fotografiere, macht das V-Zeichen. Eine lange Mani-Wand mit wundersch\u00f6nen, bemalten Steinen zieht sich durch das Dorf: Gebete, aber auch G\u00f6tterfiguren sind in die Steintafeln geritzt und mit Farbe bemalt. Scheinbar gibt es auch eine Schule, aber so gut k\u00f6nnen wir noch nicht Nepalesisch lesen, um das genau festzustellen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_746b.jpg\" alt=\"nepal14_746b\" width=\"712\" height=\"322\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32336\" srcset=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_746b.jpg 712w, https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_746b-200x90.jpg 200w, https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_746b-300x136.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px\" \/><\/p>\n<p>Rings um Dharapani ragen steile Felsw\u00e4nde auf, so dass die Sonne schnell verschwindet und es k\u00e4lter wird. Wir kehren in die Lodge zur\u00fcck. Inzwischen ist eine gro\u00dfe Gruppe franz\u00f6sischer Trekker angekommen, die ziemlich viel L\u00e4rm macht, aber die Zimmer unter uns beziehen. Ihr Franz\u00f6sisch sprechender nepalesischer Guide spricht noch lauter, was wahrscheinlich bei dieser lebhaften Bande n\u00f6tig ist.<\/p>\n<p><strong>19.00 Uhr<\/strong>.Sp\u00e4ter beim Abendessen dirigiert er dann f\u00fcr alle das vorbestellte Essen und gibt Anweisungen f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag. Einer der Franzm\u00e4nner fragt mich, ob wir f\u00fcr die Bikes auch Tr\u00e4ger h\u00e4tten. Er staunt, als er h\u00f6rt, dass wir die R\u00e4der, falls n\u00f6tig, selber tragen&#8230;<br \/>\nGanz vorne im Essraum sitzt schon den ganzen Nachmittag ein (vermutlicher) Amerikaner, der sich auf einem kleinen Fernsehger\u00e4t Nachrichten anschaut. Hier sehen wir zuf\u00e4llig auch ein paar Bilder vom Schneesturm von vor einer Woche, wobei die Suchaktionen scheinbar immer noch laufen. Au\u00dfer Schnee und Hubschraubern ist nicht viel zu sehen&#8230;<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen (diesmal Reis, Gem\u00fcse, Kartoffeln) genehmigen wir uns die obligate Flasche Bier. Wir laden Tensing und die beiden Tr\u00e4ger, Rajkjamur und Furingi dazu ein. Hari ist unauffindbar irgendwohin verschwunden. Das auf Englisch gef\u00fchrte Gespr\u00e4ch l\u00e4uft nat\u00fcrlich bei allen Beteiligten nicht immer so fl\u00fcssig, doch als alle ihre Handys auspacken und Fotos von ihren Familien und Kindern zeigen, steigt die Stimmung merklich&#8230;<br \/>\nIn dieser Nacht ist es trotz des voll besetzten Hauses ruhig und wir schlafen gut&#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_751b1.jpg\" alt=\"nepal14_751b\" width=\"712\" height=\"400\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32349\" srcset=\"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_751b1.jpg 712w, https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_751b1-200x112.jpg 200w, https:\/\/nmbiking.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/nepal14_751b1-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12.30 Uhr. 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