{"id":68123,"date":"2020-12-04T12:50:19","date_gmt":"2020-12-04T11:50:19","guid":{"rendered":"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/?page_id=68123"},"modified":"2020-12-04T13:07:01","modified_gmt":"2020-12-04T12:07:01","slug":"die-emc-kolumnen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/?page_id=68123","title":{"rendered":"Die EMC-Kolumnen"},"content":{"rendered":"<h3>Kolumne f\u00fcr den EMC<\/h3>\n<p>Das <strong>Opening by Wolfgang Malk<\/strong> (webmaster emc)<\/p>\n<p>Was eine Rennserie ausmacht, sind nicht nur tolle Strecken und eine gute Atmosph\u00e4re, sondern auch, dass &#8222;\u00fcber sie geredet wird&#8220;! In den letzten 2 Jahren herrschte bei uns viel &#8222;Friede, Freude, Eierkuchen&#8220;. Die Rennen liefen bis auf kleine Ausnahmen reibungslos, keine Skandale, keine Katastrophen, nichts! Vielleicht sehen wir das aber auch nur so und haben alle mittlerweile eine rosarote Brille aufgesetzt!<\/p>\n<p>Um uns stets zu hinterfragen und die Rennserie noch interessanter zu machen, habe ich NM eine eMail geschrieben. Norbert hat eine eigene Internetseite, die man neben der FAZ, dem SPIEGEL oder der BILD-Zeitung zu seiner t\u00e4glichen Lekt\u00fcre erheben sollte. In einem Mountainbike- Tagebuch erf\u00e4hrt man dort eine Menge \u00fcber das &#8222;Biken im Saarland&#8220;. Mit vielen Fotos wird sein Bikerleben \u00fcber das ganze Jahr begleitet.<\/p>\n<p>Oft surfe ich abends oder morgens kurz vorbei, um mal zu lesen, &#8222;wo die Saarl\u00e4nder denn heut schon wieder rumgestrampelt sind&#8220;. Da Norbert auch gern in der Gesellschaft kritische T\u00f6ne anschl\u00e4gt und man auf seiner Internetseite viele Denkanst\u00f6\u00dfe erh\u00e4lt, hab ich ihn gebeten, doch eine Kolumne f\u00fcr unsere EMC Seite zu schreiben.<\/p>\n<p>Sein Auftrag f\u00fcr 2004 ist es nun, uns kritisch zu durchleuchten und die Rennen mit den illustren Fahrern zu kommentieren. Dabei soll er grunds\u00e4tzlich kein Blatt vor den Mund nehmen. Da wir uns ja auch selbst nicht bierernst nehmen, soll er eine Glosse schreiben, in der er die Fahrer und die Veranstaltungen kritisch und mit Humor betrachtet.<\/p>\n<p>Doch Vorsicht! Seine Kolumne tr\u00e4gt den Namen &#8222;Schlammspritzer&#8220;.<\/p>\n<p>Schlamm ist f\u00fcr Mountainbiker nichts Neues, er geh\u00f6rt zum Sport dazu. Ich hoffe also, Ihr nehmt die (be-)treffenden Schlammspritzer mit Humor. Wer diesen nicht hat, klickt statt auf seinen Beitrag (rechte Leiste) lieber auf eine andere Seite!<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>\u00dcbersicht<\/strong><br \/>\nEMC 2006<br \/>\nK 18: EMC im Samariterrausch?<br \/>\nK 17: Entengeschnatter<br \/>\nK 16: Fotografen haben es schwer<br \/>\nEMC 2005<br \/>\nK 15: Gewitter \u00fcber Pr\u00fcm<br \/>\nK 14: EMC rustikal<br \/>\nK 13: Willkommen in Plattfeld<br \/>\nK 12: Sprecher haben es schwer<br \/>\nK 11: Der rote Cola-Sack<br \/>\nEMC 2004<br \/>\nK 10: Audio-Interview<br \/>\nK 9: Ger\u00e4usche in Pr\u00fcm<br \/>\nK 8: Offener Brief an Petrus<br \/>\nK 7: Flaschenfrust<br \/>\nK 6: Dreister Diebstahl<br \/>\nK 5: Sein erstes Rennen<br \/>\nK 4: Der Wanderer<br \/>\nK 3: R\u00fcckblick 2003<br \/>\nK 2: Die sportliche Weinprobe<br \/>\nK 1: Kleiderb\u00fcrsten bereit halten<\/p>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 1<\/strong><br \/>\n<strong>Kleiderb\u00fcrsten bereit halten!<\/strong><\/p>\n<p>Bekanntlich herrscht im Eifel-Moselland auch nicht immer das beste Wetter. Wer MTB-Rennen organisiert und f\u00e4hrt, muss mit allerlei Widrigkeiten rechnen. Vor allem die Strecken werden \u00f6fter mal feucht und schmierig sein.<br \/>\nUnd dann fliegt der Schlamm durch die Gegend. Viele werden was abbekommen davon &#8211; ob sie wollen oder nicht. Der eine oder andere wird versuchen, den Pf\u00fctzen auszuweichen oder schnell ein Schrittchen zur\u00fcck zu machen. Aber Spritzer sind schnell. Manchmal bemerkt man sie gar nicht im Eifer der Veranstaltung. Erst hinterher &#8211; und ist \u00fcberrascht.<\/p>\n<p>Wen trifft es? Nat\u00fcrlicherweise erst mal die Fahrer\/innen. Die m\u00fcssen durch. Sie werden viel abbekommen. Der Dreck wird bis unter den Helm spritzen, manch einer wird sich nachher nicht wiedererkennen. Duschen hilft in der Regel.<br \/>\nDie Organisatoren und Macher. Sie stehen sehr nahe an der Strecke. Mit Leib und Seele. Klar, die im Wagen sitzen, sind etwas gesch\u00fctzter, aber rasende Mountainbiker (und Kolumnisten &#8211; bitte nicht verwechseln mit Kommunisten!) k\u00f6nnen sch\u00f6nen frischen Schlamm sehr hoch und weit schleudern. Die Sponsoren. Die denken, sie k\u00f6nnten im Hintergrund bleiben und mit Imageaufwertung und steigenden Verkaufszahlen rechnen. Die Banner und die bunten Reklameschilder werden nicht trocken bleiben und bestimmt auch manchmal richtig zugesaut.<br \/>\nDie Zuschauer. Na ja, ein paar sind doch immer da. Manche wollen nur wandern und verirren sich auf die Strecke, andere reichen Flaschen und aufmunternde Worte. Sie werden auch nicht verschont bleiben. Der Dreck fliegt eben \u00fcberall herum.<\/p>\n<p>Aber was soll\u00b4 s? Wo gebikt wird, fliegt der Schlamm (Kann je nach Witterung durch Staub und Steinchen ersetzt werden). Wer sich einen Kolumnisten ( den Schlammspritzer) einl\u00e4dt, muss mit Verunreinigungen rechnen. Aber keine Bange! Mit einer guten B\u00fcrste oder viel Wasser sind die Flecken schnell beseitigt&#8230;<\/p>\n<p>Dann dem EMC ein gutes Gelingen, allen Gef\u00e4hrdeten viel Humor und robuste Kleidung&#8230;<br \/>\nw\u00fcnscht Euer (nm)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 2<br \/>\n&#8222;Aktualisierte&#8220; Ausschreibung 2004<br \/>\nDer Eifel-Mosel-Club (EMC) &#8211; Weinprobe auf die sportliche Art<\/strong><br \/>\nVorsicht Satire!<br \/>\nDer Eifel-Mosel-Club geht in diesem Jahr in die f\u00fcnfte Weinsaison. Jedes Jahr haben wir uns bisher unseren Umsatz gesteigert und auch 2004 gibt es wieder einige interessante Neuerungen.<\/p>\n<p>Der Eifel-Mosel-Club (EMC) ist eine MTB-Weinserie, bestehend aus 7 unterschiedlichen Weinproben. Die Proben werden auf Rundkursen von ca. 3-4 km L\u00e4nge ausgetragen. Gereicht werden die Weine der Region. Gefahren werden \u00fcberwiegend um Feld-, Wald- und Wiesenwege, teilweise mit Trail-Passagen, anspruchsvollen Anstiegen und -Abfahrten. Seit 2003 werden einige Rennen teilweise auch als Stadtfest ausgetragen. (Mehring) Startberechtigt ist jeder, der auf einem Mountainbike (26\u2019\u2019) f\u00e4hrt und eine Flasche kurze Zeit halten kann. Nicht zugelassen sind Antialkoholiker und 28\u2019\u2019-Bereifung. Bei allen Weinproben besteht Helmpflicht.<\/p>\n<p>Neu in 2004 ist die Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Reben (BDR). Unsere Veranstaltung ist vom BDR genehmigt. Wir veranstalten ein landesoffenes Rennen. Dies bedeutet, Hobbyfahrer aus der ganzen Welt k\u00f6nnen teilnehmen, Lizenzfahrer aus den Bundesl\u00e4ndern Rheinland-Pfalz, Saarland und aus Luxemburg sind ebenso startberechtigt. F\u00fcr Lizenzfahrer aus anderen Bundesl\u00e4ndern haben wir ein gro\u00dfes Kontingent an Startpl\u00e4tzen f\u00fcr \u201eeingeladene Fahrer\u201c, so dass wir sicher keinem eine Absage erteilen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Eine Cross-Country Runde ist keine Marathon-Trink-Veranstaltung! Auf einem Rundparcours von ca. 3-5 km L\u00e4nge startet ein Fahrerfeld von ca. 70 Fahrern, die um Clubpunkte in den 7 Rennen k\u00e4mpfen. Gefahren wird je nach Altersklasse unterschiedlich lang. In der Hauptklasse dauert das Rennen ca. 50 min., das sind je nach Strecke ca. 7 Runden.<br \/>\nNach 2 Runden errechnet die Rennleitung, wie viele Flaschen insgesamt getrunken werden, damit die angesetzte Rennzeit eingehalten werden kann. Die Rundenzahl wird dann der Spitzengruppe bekannt gegeben. Die letzte Runde wird f\u00fcr alle Fahrer mit dem \u201eKling\u201c eines Weinglases eingel\u00e4utet. Wer bis dahin einmal oder mehrfach \u00fcberrundet wurde, f\u00e4hrt nur noch diese Runde zu Ende. Wer die meisten Runden bei entsprechender Trinkmenge absolviert hat bzw. f\u00fchrt, gewinnt den Lauf.<br \/>\nF\u00fcr die Klasse U15 ist in der Regel eine gesonderte, vereinfachte Streckenf\u00fchrung ausgewiesen. Es wird Kindersekt gereicht.<\/p>\n<p>Eine Verpflegung der Fahrer gibt es insbesondere aufgrund der kurzen Rennzeit nicht, dies k\u00f6nnte auch die Wirkung der gereichten Getr\u00e4nke beeintr\u00e4chtigen. F\u00fcr den kleinen Hunger der Zuschauer ist gesorgt, f\u00fcr den gro\u00dfen Durst steht das Weinzelt zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nNachtrag: Im n\u00e4chsten Jahr will Bitburger verst\u00e4rkt als Sponsor auftreten.<\/p>\n<p>Dann genie\u00dft , wenn es endlich soweit ist, vorl\u00e4ufig mal beides: Wein und Bier \u2013 wie immer &#8211; nach den Rennen.<br \/>\nEuer nm<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 3<br \/>\nR\u00fcckblick 2003 in Bildern und wenigen Worten<br \/>\n<\/strong><strong>Welchselhaft: das Wetter und die Rennorte<\/strong><\/p>\n<p>Lauf Eins: D\u00f6rbach<br \/>\n\tWir wissen ja alle aus eigener Erfahrung, dass im Fr\u00fchjahr der Saft in den B\u00e4umen hochsteigt. Auch menschliche Wesen f\u00fchlen neue Kr\u00e4fte in sich wirken. Besonders trainierende Mountainbiker sind bis zum Rand voll mit Power &#8211; mit der nat\u00fcrlichen und der antrainierten. Einer war beim ersten Lauf \u00fcbervoll. Sturz beim Start.<br \/>\nTrotz Schock, Frust und Verletzung schaffte er noch in der MHK Platz Vier. Der einsetzende Regen hat dann bei allen die Hormone doch etwas abk\u00fchlen lassen.<br \/>\nLauf Zwei: Wolf<br \/>\n\tHitze und Staub im Mai. Ein noch hei\u00dferer Sommer k\u00fcndigte sich an. Start und Ziel lagen an unterschiedlichen Pl\u00e4tzen: unten im Weinberg und oben auf der Ruine. Sprecher und betreuende Zuschauer hatten ihre M\u00fche damit &#8211; und hinterher gro\u00dfen Durst. Den gr\u00f6\u00dften hatten wohl aber die Fahrer\/innen: Es war das staubigste Rennen der Saison &#8211; und die Bitburgerfahnen flatterten heftig und dankbar.<br \/>\nLauf Drei: Mehring<br \/>\n\tGebt Obacht, Mountainbiker! Der Wald ist unser Revier. Und da fand ein Rennen zwischen H\u00e4\u00fcserschluchten und Vorg\u00e4rten statt. Will uns da jemand weglocken aus Feld, Wald und Flur. Ist dieser Jemand auch noch Forstmann? Sehr verd\u00e4chtig! Aber keine Bange, er bringt Forst und Sport zusammen und hat Erfolg damit.<br \/>\nEin Grund f\u00fcr eine solche Veranstaltung hie\u00df: Wir bringen das Rennen zu den Zuschauern. Vielleicht sollte man ihnen auch als Vorbereitung auf das Ereignis noch eine Fortbildung in Erster Hilfe anbieten.<br \/>\nLauf Vier: Laufeld<br \/>\n\tNach einem hitzigen Mehring folgte ein k\u00fchles Laufeld. Endlich wieder ein Mountainbikerennen in der Natur! Schattenspendendes Gr\u00fcn ringsum, weiche Waldwege, manchmal etwas zu feucht &#8211; daf\u00fcr aber weniger Zuschauer, keine Sprungrampen aus Paletten, keine spritzende Feuerwehr&#8230;<br \/>\nWenig geliebt in Laufeld: die Entzerrungsrunde um den Sportplatz und der eckige, nicht ungef\u00e4hrliche Zieleinlauf.<br \/>\nLauf F\u00fcnf: Bekond<br \/>\n\tVom Dschungel in die W\u00fcste. In Bekond wurden die Fahrer\/innen in ein Wechselbad aus Hei\u00df und Kalt getaucht. Der d\u00fcnne Strahl aus dem Wasserschlauch hinter dem Zieleinlauf konnte die Not der Leidenden kaum lindern. Die Singletrails im Wald mit so witzigen (oder eher beleidigenden?) Namen wie &#8222;Affenschaukel&#8220; stellten das technische K\u00f6nnen der Fahrer\/innen auf<br \/>\ndie Probe. Zus\u00e4tzliches Highlight: Wem es an der Mountainbikestrecke zu langweilig wurde, konnte sich zwei Meter weiter ein Fu\u00dfballspiel ansehen. Waren aber die zeitgleichen Veranstaltungen als Erg\u00e4nzung gedacht und eine solche gewesen?<br \/>\nLauf Sechs: Zell<br \/>\n\tWar es die Ferienzeit oder die brutale Hitze: Merklich weniger Teilnehmer als sonst waren angereist. Start- und Zielbereich lagen diesmal nicht auf dem Sportplatz, dort w\u00e4re man wohl verbrannt, sondern im Wald. &#8222;Bombenkrater&#8220; und &#8222;Todesabfahrt&#8220; sind die Highlights der Strecke. Halb Zell musste f\u00fcr eine Nacht auf ihre Matratzen verzichten,<br \/>\nsie waren \u00fcberall an der Strecke an die B\u00e4ume gebunden. Worauf haben die Zeller geschlafen?<br \/>\nLauf Sieben: Plein<br \/>\n\tFernab von jeglicher Zivilisation, tief im Wald hinter Plein versteckt: der letzte Lauf. Die Vorteile: nur Natur drumherum, Schatten f\u00fcr Aktive und Zuschauer. Die Nachteile: Wo parke ich? Wie weit ist es bis zur n\u00e4chsten Dusche? Probleme, die zu l\u00f6sen waren. Eine zum Teil knifflige Strecke, aber sehr zuschauerfreundlich, weil kurz, lie\u00df die einen ein letztes Mal alle Kr\u00e4fte mobilisieren und lie\u00df andere ein<br \/>\ntaktisches, kalkuliertes Rennen fahren. Mit viel Bier in \u00fcbergro\u00dfen Gl\u00e4sern wurden die Gesamtsieger geehrt. Gefeiert wurde &#8211; wie das der Stil des gesamten Cups bisher war &#8211; eher famili\u00e4r-gem\u00fctlich, bescheiden und leise.<\/p>\n<p>Die L\u00e4ufe 2004<br \/>\nwerden wohl auch diesmal alle Aktiven im Vorder- und Hintergrund in ein Wechselbad von verschiedenen Rennorten und Anforderungen st\u00fcrzen &#8230;<br \/>\nGutes Gelingen &#8211; und wir freuen uns alle darauf<br \/>\nEuer nm<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 4<\/strong><br \/>\n<strong>Der Wanderer<\/strong><br \/>\nDie Abenteuer eines unfreiwilligen Zuschauers bei einem EMC-Rennen<\/p>\n<p>Sch\u00f6n ausgemalt<br \/>\nEr hatte sich alles so sch\u00f6n ausgemalt. Nach einem genussvollen Mittagsschl\u00e4fchen w\u00fcrde er einen ausgiebigen Waldspaziergang machen. Sein Hund Mupps sollte nat\u00fcrlich mit. Auch dem w\u00fcrde Bewegung gut tun. Viel zu fett war er geworden. Glich er da etwa seinem Herrchen? Mit dem Wagen konnte man bis in den Wald hinein fahren und dann w\u00fcrde er losmarschieren, die Ruhe genie\u00dfen, die gute w\u00fcrzige Luft einatmen, hin und wieder eine Rast einlegen&#8230;<br \/>\nEin Schuss knallt<br \/>\nGedacht, getan. Der Wagen stand im Schatten und los ging es. Die neuen Wanderschuhe dr\u00fcckten zwar noch etwas und die Kniest\u00fcmpfe juckten, aber das w\u00fcrde sich schon geben. Frohgemut schwang er den Spazierstock mit den 27 Wanderabzeichen. Ein tolles St\u00fcck. Tief atmete er ein &#8211; und musste husten. Scheint ja doch nicht so gesund zu sein die Waldluft, dachte er. Und da krachte pl\u00f6tzlich ein Schuss. Ganz in der N\u00e4he. War heute Treibjagd? Oder hatte ein Gr\u00fcnrock sich versp\u00e4tet und noch ein Eichh\u00f6rnchen entdeckt? Missmutig brummend marschierte er weiter. Mupps schien \u00fcberhaupt nichts bemerkt zu haben.<br \/>\nWaldarbeiten am Wochenende?<br \/>\nAn der n\u00e4chsten Wegabzweigung blieb er verdutzt stehen. Ein rotwei\u00dfes Band versperrte den Weg, den er nehmen wollte. Was ist das jetzt? Doch eine Treibjagd? Oder hatten Waldarbeiter vergessen, das Band zu entfernen? Das war aber auch \u00e4rgerlich, denn dann w\u00fcrde er bald \u00fcber \u00c4ste und Baumst\u00e4mme klettern m\u00fcssen. Ganz zu schweigen von den zu Brei gefahrenen Wegen. Aber irgendwie zeugten die Spuren auf dem Waldweg von Aktivit\u00e4ten im Wald. Aber die Spuren waren so schmal!<br \/>\nEin Rasender<br \/>\nMal sehen. St\u00f6hnend kletterte er unter dem Band hindurch, Mupps hatte weniger Probleme. Noch sah er keine gef\u00e4llten B\u00e4ume. Aber pl\u00f6tzlich h\u00f6rte er Ger\u00e4usche: ein Scheppern und ein Keuchen. Die Ger\u00e4usche kamen immer n\u00e4her. Mupps blieb stehen. Gott sei Dank, denn da kam schon etwas aus einem Nebenweg geschossen. Ja, geschossen. Vor Schreck blieben die beiden Wandergesellen wie versteinert stehen. Das war ja ein Radfahrer! Wie war der denn so komisch angezogen: ganz bunt, einen Sturzhelm hatte er auf, eine Sonnenbrille (Es schien doch heute keine Sonne!) So schnell wie der vorbei war, konnte er gar nicht gucken. Moment! Solche Leute hatte er schon mal im Fernsehen gesehen. Sport? Tour de \u2026? Ja, die waren auch so angezogen. Hat er aber damals gleich weitergeschaltet! Was macht so einer hier im Wald? Und warum rast der so? Ist doch gef\u00e4hrlich, gell Mupps! Er beugt sich zu seinem Hund runter und streichelt ihm \u00fcber den speckigen R\u00fccken.<br \/>\nLandung auf dem Hosenboden<br \/>\n&#8222;Mensch r\u00fcber, Alter!&#8220;, br\u00fcllt es pl\u00f6tzlich ganz laut vor ihm. Vor Schreck macht er einen Schritt zur\u00fcck und stolpert \u00fcber einen Ast und sitzt auf dem Hosenboden. Aber seine Wanderhose hat ein robustes Herz aus Wildleder zur Verst\u00e4rkung hinten drauf. Die Landung wird abgefedert. Staunend sieht er gerade noch, wie vier weitere Radfahrer, ganz \u00e4hnlich gekleidet, hinter der<br \/>\nn\u00e4chsten Wegbiegung verschwinden. Die scheinen dem nachzufahren. Vielleicht hat es \u00c4rger gegeben. Die Burschen hatten auch ganz verbissene Gesichter aufgesetzt. Sogar hier in diesem friedlichen Wald streiten sich die Menschen! Kein Wunder, dass es so viel Krieg auf der Welt gibt!<br \/>\nDie schnaufende Meute<br \/>\nNoch ganz in seine weltbewegenden Gedanken versunken hat er sich aufgerappelt, den Hintern abgeklopft und sich wieder auf den Weg gemacht. Er biegt auch in den Weg ein, aus dem die Radfahrer eben heraus kamen. Er f\u00e4llt etwas steil ab und man hat einen guten Einblick in den Verlauf des Weges. Das gibt es doch nicht: Dort unten kommen noch mehr den Weg hoch! Bestimmt 20 Leute, ne ganz Horde!<br \/>\nKomm r\u00fcber, Mupps! Das kann gef\u00e4hrlich f\u00fcr uns werden. Die Radfahrergruppe kommt immer n\u00e4her. Sie schnaufen ganz sch\u00f6n, einige stehen auf dem Rad und k\u00f6nnen dabei noch fahren. Jetzt \u00fcberholen einige noch. Der Weg ist doch viel zu schmal! Peng, da liegt auch schon einer auf dem Boden. Was ist denn mit denen los? Ist der Teufel in sie gefahren?<\/p>\n<p>Teil 2<br \/>\nBrennt es?<br \/>\nZumindest fahren sie wie die Teufel! Sag, Mupps, was ist hier blo\u00df los? Komm, wir machen, dass wir weiter kommen! Die beiden wandern weiter. Es ist wieder still geworden. Da biegt schon wieder einer um die Ecke. Hat wohl den Anschluss verpasst. Warum haben die alle Schilder mit Nummern vorne am Rad? Seltsam! Kopfsch\u00fcttelnd schaut er dem letzten Fahrer nach. Der Weg schwenkt nun nach links und steigt an. Die n\u00e4chste Biegung bringt die n\u00e4chste \u00dcberraschung: Da steht mitten im Wald ein gro\u00dfer Feuerwehrwagen am Wegesrand. Da scheint ja heute allerhand los zu sein im Wald. Zwei Feuerwehrleute sitzen rauchend im Auto. Na, M\u00e4nner wo brennt\u00b4 s denn? Einer bl\u00e4st ihm den Rauch ins Gesicht: Nur die Zigarette, wir sorgen hier f\u00fcr Ruhe und Sicherheit, Meister, und retten die Leute! Verdutzt schaut sich der Wanderer um. Niemand zu sehen, der zu retten w\u00e4re. Doch in dem Moment ert\u00f6nt ein gr\u00e4ssliches Quietschen, dann sogar mehrstimmig. \u00dcber einen schmalen Weg, der nicht gleich zu sehen war, kommt wieder der Radfahrer an, den er vor zehn Minuten schon mal gesehen hat. Halsbrecherisch saust er den Weg runter, schleudert durch eine Kurve, ziemlich dicht an den beiden vorbei und ist schon verschwunden. Nach einer Erkl\u00e4rung heischend blickt er zu den zwei Feuerwehrleuten r\u00fcber. Einer hat gerade so ein dickes tragbares Telefon in der Hand und spricht was Wichtiges hinein.<br \/>\n\tAha, ein Rennen<br \/>\nDer andere steigt jetzt aus und stellt sich neben den Wanderer. Ja, bei so einem Rennen brauchen sie uns. Wird aber gut bezahlt. Der Wanderer wundert sich: Ein Rennen ist das? Mitten im Wald? Ist denn so was erlaubt? Die Feuerwehr: Klar, bei Mountainbikerennen ist das so. Bestens informiert &#8211; mit dem Wort Mountainbike kann er gar nichts anfangen &#8211; ruft er seinen Hund Mupps, der sich gerade am Hinterrad des Feuerwehrwagens erleichtert hat. Sie m\u00fcssen weiter. Mupps kann l\u00f6schen, wo nichts brennt&#8230;. Das Wurfgeschoss<br \/>\nNach f\u00fcnf Minuten ruhigen Dahinwanderns sto\u00dfen die beiden wieder auf Leute. Schau mal, Mupps, da hat aber einer einen gro\u00dfen Durst! Der hat vier Flaschen in einem K\u00f6rbchen neben sich stehen. So hei\u00df ist es doch heute gar nicht! Sie sind noch einige Meter von den Leuten entfernt, als die ersten Fahrer &#8211; nun dichter zusammen &#8211; wieder des Wegs kommen. Schon von weitem wildes Durcheinanderrufen, das unser Wanderer gar nicht versteht.<br \/>\nDer erste Fahrer n\u00e4hert sich. Einer der am Weg Stehenden h\u00e4lt mit ausgestrecktem Arm eine Trinkflasche in den Weg. Der Fahrer schnappt sie sich und nimmt sofort einen Schluck. Beim Fahren! Unglaublich. Und schon sausen auch die anderen an ihm vorbei. ziemlich knapp. Pl\u00f6tzlich jault Mupps laut auf. Da hat doch einer der Fahrer tats\u00e4chlich so eine Trinkflasche nach Mupps geworfen! Warte nur, Bursche!, schimpft der Wanderer der Meute hinterher. Aber wer war eigentlich der \u00dcbelt\u00e4ter? Immer noch w\u00fctend b\u00fcckt er sich und streichelt Mupps. Na, tut\u00b4 s noch weh? Er sieht die Trinkflasche im Gras liegen und versetzt ihr einen kr\u00e4ftigen Tritt mit seinen Wanderstiefeln. Das haben die anderen Leute gesehen und zwei kommen jetzt zu ihm. Ja. er m\u00fcsse das verstehen. Das war keine Absicht mit dem Hund. Er m\u00fcsse wissen, die Fahrer w\u00fcrden hier die Flaschen wechseln, die leeren werden einfach hingeworfen und die Betreuer nehmen sie mit. Etwas freundlicher gestimmt, bedankt er sich und will gerade weiter ziehen&#8230;<br \/>\nTolle Frauen<br \/>\nDa kommt nach eine Gruppe von Radfahrern den Weg entlang. Etwas langsamer. Mupps und sein Herrchen bleiben sicherheitshalber stehen. Bisschen anders sehen die Jungs ja aus. Ui, das sind ja Frauen! Donnerwetter! Er kann ihnen nur noch nachschauen. Nicht schlecht in diesen eng sitzenden Kleidern. Da sieht man was. Gut, dass seine Alte ihn jetzt nicht sieht. Noch etwas zufriedener setzt er endlich seinen Weg fort. Er blickt noch mal zur\u00fcck, aber die feschen M\u00e4dels sind weg. Na ja, das hat er schon gelernt: die kommen wieder.<br \/>\nFundsachen<br \/>\nImmer deutlicher h\u00f6rt er jetzt eine Lautsprecherstimme. In ungleichen Abst\u00e4nden erklingt sie. Noch kann er nicht verstehen, was gesprochen wird, aber der Mann am Mikrofon scheint sich ganz sch\u00f6n zu ereifern. Dann scheint Musik zu laufen. Kirmes im Wald??<br \/>\nAuf dem Weg vor ihm liegt pl\u00f6tzlich eine von diesen Plastikflaschen. Mit seinem Spazierstock st\u00f6\u00dft er sie an. Sie scheint nicht ganz leer zu sein. Er bugsiert sie mit dem Stock an den Wegesrand. Hat die jetzt einer verloren oder weggeworfen?<br \/>\nZwanzig Meter weiter kommt der Wanderstock schon wieder zum Einsatz. Da liegt schon wieder was auf dem Boden. Die scheinen eine Menge zu verlieren bei so einer Rennerei, denkt er und b\u00fcckt sich etwas. Mupps kommt auch n\u00e4her und beschn\u00fcffelt das Plastikteil, das da auf dem Boden liegt. Sieht aus wie eine kleine Zahnpastatube, denkt er, aber die werden sich doch unterwegs nicht die Z\u00e4hne putzen. Pass auf, Mupps, nachher finden wir noch eine Zahnb\u00fcrste! Mit einem kleinen Schlag schie\u00dft er das Ding an den Wegrand und b\u00fcckt sich wieder, um es besser zu erkennen. In die Hand nehmen will er es lieber nicht. &#8222;Power Gel&#8220; liest er. Ah, vielleicht was zu einreiben. Gel, das kennt er. Das schmieren sich die jungen Leute heute in die Haare. Aber w\u00e4hrend der Fahrt? Seltsam. seltsam, diese Mondenbeik-Rennen.<br \/>\nAuf dem Volksfest<br \/>\nInzwischen ist unser Wander- und Naturfreund ein wenig m\u00fcde geworden von der vielen frischen Waldluft und vom Zuschauen. Und Hunger und Durst hat er auch. So wird er wie magisch von den volksfest\u00e4hnlichen Ger\u00e4uschen angezogen, die mittlerweile immer deutlicher geworden sind. Immer mehr Leute begegnen ihnen. Er treibt seinen Hund an. Er will endlich wissen, was da los ist. Nach zehn Minuten wei\u00df er es: ein Volksfest. Am Rand eines alten Sportplatzes sind Zelte und St\u00e4nde aufgebaut, Musik erklingt aus Lautsprechern und ne Menge Leute laufen rum. Von seinen untr\u00fcglichen Instinkten geleitet findet er schnell die richtigen Stellen: den Rostwurst- und den Kuchenstand. Hier ist er richtig. Mupps bekommt eine Wurst, er selbst genehmigt sich erstmal zwei St\u00fccke Kuchen und eine Tasse Kaffee. Ist ja gar nicht so teuer, staunt er. Am Bierstand findet er dann endlich zur Ruhe. Mit der Anzahl der Biere und der Informationen, die er hier \u00fcber die Veranstaltung bekommt, wird er bald zum EMC-Fan&#8230;<br \/>\nWir werden ihn demn\u00e4chst bestimmt wieder treffen&#8230;<br \/>\nEuer nm<\/p>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 5<\/strong><br \/>\n<strong>Sein erstes EMC-Rennen<\/strong><br \/>\nAnf\u00e4nger berichtet von seinen Erfahrungen beim 1.Lauf in Zell<\/p>\n<hr \/>\n<p>Hallo Leute, oh Mann! Hatte ich die Hose voll, wie man so sch\u00f6n sagt. So einige Rennen bin ich ja schon gefahren, also ganz unerfahren bin ich nicht. Die hie\u00dfen anders: CTF oder so. Aber einen Kup noch nie. Ein Freund hat mir den Tipp gegeben, mitgefahren ist er aber nicht&#8230;<br \/>\nDie Startert\u00fcte<br \/>\nSchon auf dem Parkplatz ist mir das Herz fast in die Hose gerutscht, als ich die vielen Leute sah. Alle so professionell, tolle Trikots, tolle Bikes. Im Wald fand ich die Anmeldung ziemlich schnell. Nette Leute. Hier deine Startnummer und das Starterpaket. Ein Paket war es nun nicht, h\u00e4tte ich auspacken m\u00fcssen, es war eine Startert\u00fcte, ist auch bequemer. Der Inhalt kam mir ein wenig komisch vor. Eine leere Trinkflasche. Und vier volle Trinkflaschen. Aber keine der vier Flaschen hat in meine Halterung am Rad gepasst, nur die leere. Bl\u00f6d. Also musste ich umf\u00fcllen, das h\u00e4tten die doch gleich machen k\u00f6nnen. Die zwei anderen Flaschen steckte ich mir hinten ins Trikot &#8211; das hatte ich mal im Fernsehen gesehen. Was noch in der T\u00fcte drin war? Ein Riegel. Bisschen z\u00e4h, das Zeug hat an den Z\u00e4hnen geklebt. Von der selben Marke noch ein Gel in einem Plastikt\u00fctchen. Hab ich noch nie gesehen und lieber mal in der T\u00fcte drin gelassen. Mir war inzwischen sowieso schon richtig schlecht, oh Mann. Ja und ein Haufen Papierkram war auch noch in der T\u00fcte. Wer soll das denn alles vor einem Rennen noch lesen? Da hat doch keiner einen Nerv f\u00fcr!<\/p>\n<p>Einfach hinterher<br \/>\nDie Strecke bin ich dann lieber nicht abgefahren. Ich brauche den Leuten ja nur hinterher zu fahren, es sind ja genug da. In der Holzh\u00fctte hab ich mir ein Bier gekauft, das soll ja die Nerven beruhigen, es war auch noch etwas Zeit bis zum Start. Dann gab es kein Zur\u00fcck mehr. Ziemlich weit hinten hab ich mich in die Reihe gestellt. Trotz der vielen Leute kam ich mir verdammt verloren und allein vor. Ein Sprecher erkl\u00e4rte den Leuten vorne noch einiges, hier hinten hab ich nichts verstanden. Wird nicht so wichtig gewesen sein. Einfach nur dem Vordermann am Hinterrad kleben, dann l\u00e4ufts. Pl\u00f6tzlich krachte ein Schuss und der ganze Haufen setzte sich in Bewegung. Das hat richtig gestaubt, husten musste ich&#8230;<\/p>\n<p>Das riesen Loch<br \/>\nZuerst ging es den breiten Weg hoch, oben am Parkplatz vorbei und wieder in den Wald. Jetzt wurde es eng. Man musste sich einf\u00e4deln wie auf der Autobahn. Dann sah ich vor mir, wie die meisten Fahrer in einem riesigen Loch verschwanden und dann wieder auftauchten. Einige vor mir fuhren um das Loch herum, das machte ich auch, das schien mir sicherer. So ein riesen Loch! Ob die Veranstalter das extra geschaufelt hatten? Es soll ja gen\u00fcgend verr\u00fcckte Mountainbiker geben. Da bauen sich welche Rampen, um m\u00f6glichst weit durch die Luft zu fliegen! Viel Zeit zum \u00dcberlegen hatte ich jedoch nicht, denn jetzt standen eine Menge B\u00e4ume im Weg, um die man herum kurven musste. Na, ging ganz gut. Und schon waren wir wieder im Ziel. Mir fiel ein Stein vom Herzen: So schlimm war das ja nicht&#8230;<\/p>\n<p>Der Matratzendownhill<br \/>\nDachte ich. Doch da bogen alle vor der H\u00fctte links ab. Fast auf die Mosel zu. Und dann, oh je, standen da eine Menge Leute, die feuerten uns an. Und dann sah ich warum: Steil und steinig ging es nach unten. Zeit zum \u00dcberlegen gab es keine, also bin ich einfach gefahren. Klar, vorsichtig. Lebensm\u00fcde bin ich nicht. Rechts und links standen Matratzen an den B\u00e4umen, sah komisch aus. Da werden dann die Verletzten aufgebahrt. Volle Konzentration, Junge, lass dich nicht ablenken! Irgendwie kam ich unten an, obwohl noch einige steile Stufen kamen. Was folgte, war auch klar: wieder den Berg hoch. Viele haben mich nicht mehr \u00fcberholt, wahrscheinlich waren keine mehr hinter mir.<\/p>\n<p>Vorbei geflogen<br \/>\nJetzt wusste ich, was Sache war. So langsam f\u00fchlte ich mich sicherer. Um das Loch, das, wie ich sp\u00e4ter erfuhr, ein Bombenkrater sein soll, bin ich lieber noch mal drum herum gefahren. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden, dachte ich. Aber so sicher war das gar nicht. Man musste aufpassen, dass von links keiner geflogen, oder wie ich es in der n\u00e4chsten Runde erlebt habe, gest\u00fcrzt kam. Und Zuschauer standen oft im Weg herum. Saubl\u00f6d waren die. Die teuflische Abfahrt gelang mir immer besser. Das Publikum hat einen toll angefeuert. Einige vor mir haben sich auch mit einem Juchzer hinab gest\u00fcrzt. Das schien mir doch etwas zu \u00fcbertrieben. Die Abfahrt erforderte meine volle Konzentration. Rechts konnte ich einige Leute mit Kameras in der Hand erkennen. die wollten wohl den Schrecken oder die Kaltbl\u00fctigkeit auf unseren Gesichtern festhalten? Den Schrecken konnten sie bestimmt bei mir ablesen &#8211; die Kaltbl\u00fctigkeit bei denen, die dann ab der dritten Runde auf dieser Abfahrt an uns vorbei fuhren. Besser: flogen. Zwei in einem schwarzwei\u00dfen, engen Trikot trieben es besonders doll. Ich konnte sie ja nur kurz von hinten sehen. Die standen dann nachher auch auf dem Siegerpodest. Profis in wei\u00dfen St\u00fctzstr\u00fcmpfen&#8230;<\/p>\n<p>Ein Sprung zuviel<br \/>\nBei der n\u00e4chsten Runde wollte ich auch mal durch das Loch fahren. Wenn so viele da durch fahren, bring ich das auch. Dachte ich. Mein Vordermann f\u00e4hrt durch, locker. Ich gebe Gas, komme gut unten durch und mit Schwung wieder heraus &#8211; mit zuviel Schwung. Ich hebe ab, ein tolles Gef\u00fchl. Landung klappt auch noch, doch der Weg l\u00e4uft zwischen den B\u00e4umen mit den Matratzen durch. Gerade noch kann ich den Lenker herumrei\u00dfen, schrubbe an einer Matratze vorbei und wackele noch ein bisschen herum, bis ich die Spur wider halten kann. Verflixt, das war knapp, aber das soll ja auch Profis passieren&#8230;<\/p>\n<p>Wie viel Runden noch??<br \/>\nSo langsam ging mir die Puste aus, die steilen St\u00fccke musste ich schieben. Wie viele Runden noch? Schlie\u00dflich musste ich meine kostbaren Kr\u00e4fte einteilen! Oben an der H\u00fctte, am Zieleinlauf, stand zwar ein Sprecher mit Mikrofon. Der sagte auch ab und zu was ins Mikrofon, ich verstand jedoch nichts. Die Musik aus den Boxen war zwar ganz nett, der Sprecher deshalb schlecht zu h\u00f6ren. Mir rauschte das Blut im Kopf. Wie? Drei Runden noch? Oder zwei? K\u00f6nnen die keine Schilder hinhalten, wo das drauf steht? Lesen kann doch jeder!<br \/>\nSo kaputt war ich inzwischen, dass ich nach dem kleinen Stich im Schotter weg gerutscht und beinahe in die Mosel gefallen bin.<\/p>\n<p>Das Interview<br \/>\nAber alles hat ein Ende, auch dieses schwierige Rennen. Irgendwann kam ich wieder an der H\u00fctte an und keiner fuhr mehr weiter. Geschafft! Nach Luft schnappend blieb ich stehen, hatte keine Kraft mehr, das Bein \u00fcbers Rad zu heben. Pl\u00f6tzlich stand der Sprecher vor mir, grinste, hielt mir das Mikrofon hin und fragte mich, wie es denn so gewesen w\u00e4re. Gut, brachte ich gerade noch heraus. Er erkannte meine Situation und belie\u00df es dabei.<br \/>\nEin Kaffee, ein St\u00fcck Kuchen und ein Bier brachten meine Drehzahlen wieder in den gr\u00fcnen Bereich. Das zweite Rennen lief an. Ich fuhr mal duschen, den Schluss des Seniorenrennens und die Siegerehrungen wollte ich mir noch ansehen.<\/p>\n<p>Seniorenpower<br \/>\nAls ich mich nach einem kurzen Nickerchen im Auto wieder an der H\u00fctte einfand, waren die Alten dabei sich den Rest zu geben. Obwohl noch zwei Runden zu fahren waren, legten einige vor der H\u00fctte noch einen Spurt hin. Wozu eigentlich? Um ihre Power zu demonstrieren? So seniorisch sahen aber einige gar nicht aus: junge, glatte Gesichter. Und ein paar zerknitterte waren auch dabei. Ah, jetzt glaubte ich es zu erkennen: Es gab zwei Seniorengruppen. Die jungen Alten und die Alten. Das m\u00fcsste man doch an den Startnummern irgendwie erkennen k\u00f6nnen. Sp\u00e4ter sah ich mir einige verlassene Bikes mal an: rot und orange f\u00fcr S1 und S2. Das soll jemand erkennen! F\u00fcr das n\u00e4chste Rennen m\u00fcssen die Schilder mal renoviert werden!<\/p>\n<p>Happy End<br \/>\nDann fand eine Aktion statt, die ich anfangs nicht begriff und die mir komisch vorkam. Da mussten ne ganze Menge Leute unterwegs Sachen verloren haben. Der Sprecher hielt sie hoch: eine M\u00fctze, ein T-Shirt, sogar von einem Handy war die Rede. Namen wurden aufgerufen, die Verlierer? Sie bekamen ihre Sachen zur\u00fcck. Pl\u00f6tzlich rief der Sprecher meinen Namen. Aber ich hatte doch nichts verloren! Oder? Verdammt, jetzt wusste ich es: Es war eine Verlosung. Mir wurde eine sch\u00f6ne M\u00fctze \u00fcberreicht. &#8222;7 up &#8211; Pro Cycling&#8220; stand drauf. Muss ich mir mal \u00fcbersetzen lassen. Verlegen und gl\u00fccklich zog ich mich schnell zur\u00fcck. Toll, dieser Kup. Da mache ich noch mal mit&#8230;<br \/>\nSo, nun kennt ihr mich. Dann bis in Wolf! (nm)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 6<\/strong><br \/>\n<strong>Dreister Diebstahl beim EMC-Rennen in Wolf<\/strong><br \/>\nVorsicht Satire!<br \/>\nZell (nm). Wie die Polizeidienststelle in Zell gestern mitteilte, ereignete sich w\u00e4hrend des Mountainbikerennen rund um die Burgruine Wolf ein dreister Diebstahl. Es ist noch unklar, ob es sich dabei um Mundraub oder Diebstahl handelt.<br \/>\nWie der verantwortliche Veranstalter erkl\u00e4rte, wird bei jedem Rennen des Cups (7 Rennen als Serie) eine sogenannte Sprintwertung durchgef\u00fchrt. Wer bei der ersten Runde als erster durchs Ziel kommt, gewinnt einen Kasten Bitburger Bier. Die Brauerei Bitburger ist einer der Sponsoren der Rennveranstaltung. Der Preis wird jedoch nicht sofort \u00fcberreicht, sondern das Rennen muss zuerst zu Ende gefahren werden.<br \/>\nSowohl beim Rennen der M\u00e4nner als auch beim Rennen der Senioren wird ein Kasten als Preis ausgesetzt. Nach der Siegerehrung blieben die beiden Bierk\u00e4sten nach Aussagen der Gewinner (Witzack und Scherrer) noch in der N\u00e4he der Ziellinie stehen, weil noch eine Verlosung folgte, bei der die beiden M\u00e4nner noch mehr zu ergattern hofften.<br \/>\nDen Umstand, dass die versammelten Rennfahrer und das Publikum ihre Aufmerksamkeit dieser Verlosung zuwandten, mussten sich die Diebe zunutze gemacht haben. Die Polizei geht von zwei T\u00e4tern aus, weil nach zwar vagen, aber doch \u00fcbereinstimmenden Aussagen von Zeugen zwei j\u00fcngere M\u00e4nner in der N\u00e4he der beiden Bierk\u00e4sten gesehen wurden. Beide sollen Radfahrerkleidung getragen haben, in den Farben Wei\u00df und Grau. Wie sich nach der Verlosung herausstellte, fehlten aus einem Kasten zwei Flaschen Bier. Die beiden Gewinner mussten nach der Entdeckung des Verbrechens von Sanit\u00e4tern behandelt werden. Sie hatten einen leichten Schock erlitten.<br \/>\nSchon am Tag vorher ist der Polizeidiensstelle Zell ein Diebstahl gemeldet worden, der m\u00f6glicherweise mit dieser Tat in Verbindung steht. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurde auf dem Ruinengel\u00e4nde das Banner gestohlen, das den Zieleinlauf f\u00fcr das Rennen markiert. In ihrer gro\u00dfen Not mussten die Veranstalter in aller K\u00fcrze f\u00fcr einen Ersatz sorgen.<br \/>\nSachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen oder auch der Veranstalter des EMC.<br \/>\nAnmerkung: Fall 1 ist echt &#8211; und lustig. Die beiden T\u00e4ter hatten das Bier, das sie zusammen mit den Gewinnern eh getrunken h\u00e4tten, in vorauseilendem Gehorsam entsorgt.<br \/>\nFall 2 ist echt und bis zur Zeit des Redaktionsschlusses noch nicht aufgekl\u00e4rt.<br \/>\nPasst also beim n\u00e4chsten Mal auf euer Bier besser auf!<br \/>\nEuer nm<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 7<\/strong><br \/>\n<strong>Flaschenfrust<\/strong><br \/>\nVom pfleglichen Umgang mit Trinkbeh\u00e4ltern<br \/>\nStory 1<br \/>\nEs passierte kurz nach dem Start. In den vordersten Reihen. Die EMC-Anti-Terror-Truppe hat scheinbar v\u00f6llig versagt. Denn es ging eine Bombe hoch. Peng &#8211; schoss der Deckel der Trinkflasche des Fahrers M.K. hoch in die Luft. Unerreichbar f\u00fcr den Fahrer. Anhalten war zu dem Zeitpunkt auch nicht ganz sinnvoll. Erschrocken zucken die umliegenden Fahrer zusammen und nehmen sich vor, sich eingehend zu beschweren. Fahrer M.K. indessen macht das Naheliegende: ein langer Schluck aus der Flasche und sie wird unter die Zuschauer entsorgt. Es dr\u00e4ngt sich nun die Frage auf, woraus die hochexplosive Mischung in dieser Flasche bestand. Unterwegs spricht er einige h\u00f6flich an &#8211; u.a, mich &#8211; und fragt nach einer Flasche. Er soll Gl\u00fcck gehabt haben \u2026<br \/>\nStory 2<br \/>\nSie h\u00e4ngt mit der ersten zusammen. Fahrer M.P. ist ein netter Kerl und ein MTB-Kumpel. Da er noch auf sein Rennen warten muss und dabei an der Strecke herumsteht, stellt er Fahrer M.K. seine volle (?) Flasche zur Verf\u00fcgung. Professionelle \u00dcbergabe? Erstgenannter und hilfsbereiter Fahrer besorgt sich seinerseits eine neue Flasche und macht sich per Bike \u00fcber die Strecke auf den Weg in den Zielbereich. Dabei hat er es pl\u00f6tzlich so eilig, dass zwei Dinge passieren: Die ausgeliehene Flasche fliegt beim Trail mit dem heftigen Absatz aus der Halterung<br \/>\nund kullert davon. M.P. h\u00e4lt an, um sich das Teil zur\u00fcck zu holen. Dabei wird er aber von Zuschauern ermuntert weiterzufahren &#8211; denn sie halten ihn nicht f\u00fcr einen Senior (Freut dich das, M.P.?) &#8211; sie w\u00fcrden ihm die Flasche in der n\u00e4chsten Runde \u00fcberreichen. Der Fahrer dankt und f\u00fchrt beim Aufsteigen noch ein kurzes Selbstgespr\u00e4ch: Muss wohl endlich meinen Halter etwas quetschen\u2026<br \/>\nStory 3<br \/>\nDarin sind zwei Gelbhemden verwickelt. Zu welchem Club geh\u00f6ren sie wohl? Auch die helfen sich immer gegenseitig. Ist das eigentlich bei einem Rennen erlaubt? Fahrer E.H., ein junger, schwarzhaariger Wilder, wirft seine leere Flasche hinterm Zielbereich nicht einfach wie die anderen Jungs einfach auf den Weg, den Leuten vor die F\u00fc\u00dfe. Seinem Temperament entsprechend schleudert er die Flasche von sich. Zuschauer werden nicht getroffen oder verletzt. Sie landet mit Schwung in der anliegenden Weide. Selbige ist durch einen engmaschigen Stacheldrahtzaum eingegrenzt. Seniorenfahrer M.H., zur Hilfeleistung f\u00fcr den Vereinskameraden bereit stehend, muss sich kriechend ins benachbarte Gel\u00e4nde bewegen und die Flasche bergen. Es ist nicht bekannt, ob dabei sein sch\u00f6nes gelbes Trikot zu Schaden kam.<br \/>\nAchtung Fahrer\/innen aller Klassen: Der EMC bietet zur n\u00e4chsten Saison ein professionelles Flaschentraining an. Einmaliger Unkostenbeitrag 5 \u20ac. Anmeldung ab sofort!<br \/>\nNa denn, ihr Flaschen! Freut euch\u2026<br \/>\nEuer nm<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 8<\/strong><br \/>\n<strong>Offener Brief an Petrus<\/strong><br \/>\nLieber Petrus,<br \/>\nhast Du schon mal einen offenen Brief per Internet bekommen? Nein, ohne Briefumschlag! Da musst Du Deinen Computer anschalten und unter www.eifel-mosel-cup.de nachschauen.<br \/>\nAlso, lieber Petrus, in diesem offenen Brief hier geben wir unserem Missfallen bez\u00fcglich des Wetters am 12.6.04 deutlich Ausdruck.<br \/>\nHast Du nicht gewusst, dass an diesem Tag ein wichtiges Rennen des EMC stattfindet, der 5. Lauf in Mehring? Alle haben sich schon so darauf gefreut! Noch bei keinem EMC-Rennen sind die Wellen im Vorfeld so hoch geschlagen. Im G\u00e4stebuch (auch unter oben angegebener Internetadresse zu finden!) haben sich die Leute fast \u00fcberschlagen mit ihren Kommentaren. Manchmal ging der Schlag auch unter die G\u00fcrtellinie (Da kannst du mal ein Auge zudr\u00fccken!)<br \/>\nLieber Petrus, hast du nicht beobachtet, welche M\u00fche sich einige Leute gegeben haben, f\u00fcr die gro\u00dfe EMC-Familie ein sch\u00f6nes Fest vorzubereiten. Da war einmal Peter Kruse, den kannst du in seinem gr\u00fcn-wei\u00df gestreiften Hemd und dem wei\u00dfen Helm im Wald gar nicht \u00fcbersehen haben. Du musst wissen, das ist ein engagierter F\u00f6rster und Mountainbiker. Wir wissen nicht, wie viele Stunden er im Wald oberhalb von Mehring verbracht hat, um hier mit eigenen H\u00e4nden und einer Schaufel (sp\u00e4ter ersetzt durch einen Rechen) eine wunderbare Mountainbikestrecke anzulegen. Und Udo Kohlhaas, der zweite Macher mit von dieser Partie, den musst Du doch auch gesehen haben. Jeden Tag in den letzten Wochen waren sie an der Strecke und haben daran herum gewerkelt, damit ja alles sch\u00f6n wird\u2026<br \/>\nUnd dann, Petrus, am Samstag der Gewitterregen!<br \/>\n\tHast du nicht gewusst, dass die Fahrer\/innen daf\u00fcr bezahlen, dass sie auf einer trockenen Strecke durch den Wald jagen k\u00f6nnen? Und dann so was!<br \/>\nHat du dir nicht denken k\u00f6nnen, wie aufgeweicht die Wege sein werden. Mountainbiker k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch im Regen fahren und auch auf nassen Waldpfaden. Aber sie wollen einen trockenen Spa\u00df!<br \/>\nLieber Petrus, wir wissen nicht, wie gut Du die Finessen des<br \/>\nMountainbike-Sports kennst, aber die Leute haben sich schrecklich viele Gedanken machen m\u00fcssen, welche Reifen sie aufziehen, falls sie \u00fcberhaupt welche zum Wechseln dabei hatten. Sie bangten vor dem Rennen, ob sie gut durchkommen werden. Das ist eine enorme nervliche Belastung. Besonders bei schlechtem Wetter, f\u00fcr das Du verantwortlich bist!<br \/>\nHast du gesehen, Petrus, als es dann losging, wie die Jungs und M\u00e4dels sich angestrengt haben, wie sie gest\u00fcrzt sind, Deinem Chef sei Dank, ohne gr\u00f6\u00dfere Verletzungen, weil auch der Waldboden sch\u00f6n weich war. Sogar die Zuschauer kamen aus dem Rutschen und Fluchen nicht mehr heraus, weil die gut markierten Wege so glitschig waren. Als dann die jungen Wilden, die mittleren Semester und die jungen Alten ihre Runden fuhren, hast du da zugeschaut? Inzwischen war die Strecke so rutschig geworden, dass sie teilweise gesperrt bzw. verk\u00fcrzt werden musste. Tagelange Arbeiten an &#8222;Peters Lustgarten! &#8211; umsonst!<br \/>\nHast du gesehen, wie sie alle gerutscht und geeiert und geschleudert sind? Bei einem h\u00e4ttest Du ruhig wegsehen k\u00f6nnen: Tobias Witzack hat wahrscheinlich gar nicht gemerkt, dass der Boden nass war, der ist wie immer souver\u00e4n gefahren, nimm Dir den bitte nicht als Ma\u00dfstab!<br \/>\nNur ab und zu hat er auch mal den Fu\u00df ausgeklinkt, um ein wenig zu balancieren.<br \/>\nDie drei Sprecher haben sich alle M\u00fche gegeben, mit Musik und aufmunternden Worten die Fahrer\/innen \u00fcber die Runden zu locken und zu ziehen. Wie h\u00e4tte das erst bei sch\u00f6nem Wetter Spa\u00df gemacht!<br \/>\nHast Du gesehen, Petrus, wie sie dann ins Ziel kamen? Man h\u00e4tte sie samt ihren Bikes in die Mosel schicken k\u00f6nnen! Einer wusste nichts mehr zu sagen au\u00dfer &#8222;Oh, Gott!&#8220; Andere mussten das Rennen abbrechen und ihre Entt\u00e4uschung mit mehreren Wurstwecken oder Kuchenst\u00fccken ausgleichen.<br \/>\nHat du gewusst, lieber Petrus, dass diese Veranstaltung ein touristisches Highlight des Mehringer Tourismusverbandes sein sollte. Und dann solch ein Wetter. Die Mountainbiker sollten noch alle die Mehringer Weinkirmes genie\u00dfen und deren Produkte. Aber alle waren nass, durchgefroren und wollten nicht l\u00e4nger bleiben. Sogar die Preise, die seit Neuestem immer am Ende der Veranstaltung ausgelost werden, konnten nur mit M\u00fche und Not unter die wenigen Verbliebenen losgeschlagen worden.<br \/>\nDie Sonne hat einfach gefehlt!<br \/>\nNat\u00fcrlich kann man nicht alles haben und die EMC\u00b4 ler waren verw\u00f6hnt bisher.<br \/>\nVielleicht kannst Du ja \u00f6fter auf die EMC-Internetseite schauen und Dir die n\u00e4chsten Termine vormerken &#8211; zwecks besseren Wetters!<br \/>\nMit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen, nm<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 9<\/strong><br \/>\nGer\u00e4usche in Pr\u00fcm<br \/>\nPr\u00fcm war schon etwas Besonderes. Das ist unter anderem an den Ger\u00e4uschen zu erkennen, die dieses MTB-Rennen erzeugt hat. Der geneigte Leser schlie\u00dfe die Augen und h\u00f6re noch einmal\u2026 nat\u00fcrlich bitte erst nach dem Lesen! Die Skala reicht von ganz leise bis unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig laut. Die Pr\u00fcmer EMC-Ger\u00e4usche werden im Folgenden in phonm\u00e4\u00dfig aufsteigender Reihenfolge beschrieben.<br \/>\nGer\u00e4usch 1<br \/>\nNur ganz wenige kamen in die Lage dieses Ger\u00e4usch zu h\u00f6ren. Sie standen beieinander und hielten ihre obligatorischen Vor-dem-Rennen-Gespr\u00e4che ab. Da machte es ganz leise &#8222;Pling&#8220;. Gewiss kein st\u00f6rendes Ger\u00e4usch, unauff\u00e4llig und schwer einzuordnen. Ein Steinchen von einem vorbei rasenden Juniorenfahrer hochgeschleudert und an den Rahmen geprallt? Die Umstehenden registrierten es, wenn \u00fcberhaupt, nur im Unterbewusstsein. Nur einem schwante etwas und er warf ungl\u00e4ubig einen Blick auf sein Schaltwerk, wandte seine Aufmerksamkeit dann aber wieder der Gruppe zu. Wenige Minuten sp\u00e4ter stellte sich das Pling als kleine Katastrophe heraus: Es wurde erzeugt durch das Zerspringen der winzigen Feder im Schaltwerk eines Mountainbikes\u2026<br \/>\nGer\u00e4usch 2<br \/>\nEs entsteht, wenn ein Mountainbike \u00fcber einen Lattenrost f\u00e4hrt oder \u00fcber Holzpaletten. Im Volksmund spricht man auch von &#8222;brettern&#8220;. Aus Brettern und Latten bestand dann auch ein unheimliches Ger\u00fcst, das sich aus der Wiese erhob und das die Pr\u00fcmer Racer \u00fcberfahren mussten. Das neuartige Ger\u00e4usch entstand, wenn die Fahrer den ersten Teil mit Schwung nahmen. Im oberen Teil rollten die meisten etwas langsamer dahin, das Ger\u00e4usch ebbte etwas ab, verst\u00e4rkte sich dann im dritten Teil wieder. Besonders interessante Ger\u00e4uschvariante: zwei oder mehrere Fahrer benutzen das Hindernis gleichzeitig\u2026<br \/>\nGer\u00e4usch 3<br \/>\nDas tat meistens weh. Den Zuh\u00f6rern bzw. -schauern und auch den Erzeugern des Ger\u00e4usches. Je nach Biketyp, Fahrstil und Tempo fielen die erzeugten Laute sehr verschieden aus. Sie entstanden beim \u00dcberfahren eines unnat\u00fcrlichen Hindernisses, das in der Regel nur den sog. Dirtbikern gel\u00e4ufig ist. Solche Hindernisse kommen geh\u00e4uft in St\u00e4dten vor, weshalb das Pr\u00fcmer Rennen hin und wieder auch als Stadtrennen bezeichnet wurde. Die Rede ist von Treppen. Eine doppelte stand in Pr\u00fcm auf dem Programm.<br \/>\nDas Scheppern der Ketten, die auf dem oft ungesch\u00fctzten Rahmen aufschlugen, das St\u00f6hnen der gestressten Federgabeln wurde noch gesteigert durch die martialischen Grimassen der Treppenfahrer, die das Geh\u00f6rte sofort in Gesichtsbewegungen umsetzten. Hin und wieder kam ein Folgeger\u00e4usch dazu: ein mehr oder weniger lautes Zischen, das dann f\u00fcr den jeweiligen Fahrer das Aus bedeutete\u2026<br \/>\nGer\u00e4usch 4<br \/>\nEs entstr\u00f6mte mehreren schwarzen, auf Stelzen stehen K\u00e4sten, gemeinhin Boxen genannt. Es war eindeutig zu laut. Zugegeben, die Songs von &#8222;Queen&#8220; kann man nur richtig laut genie\u00dfen. Aber auf einer Veranstaltung, auf der man mit seinem Nachbarn den aktuellen Stand des laufenden Rennens kommentieren will, kann das sehr st\u00f6rend wirken. Ein gro\u00dfer Vorteil der gro\u00dfz\u00fcgig eingestellten Lautst\u00e4rke in Pr\u00fcm: Auch die in der Halle einsitzenden RTFler f\u00fchlten sich als &#8222;liebe Radsportfreunde&#8220; deutlich angesprochen. Und Sprecher Udo konnte die gewaltige Leistung der Anlage nutzen, die Racer noch einen Kick schneller die Treppe hinter zu jagen. Was eben beschriebenes Ger\u00e4usch Nr. 3 erzeugte\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 10<\/strong><br \/>\nAudio Interview mit einem Topmanager des EMC<br \/>\nFahrer aus der letzten Reihe interviewt Topmanager des EMC<br \/>\n(Name bleibt aus technischen Gr\u00fcnden anonym und aus optischen Gr\u00fcnden nicht im WAVE Format!)<br \/>\nVorsicht, dies ist eine Satire!<\/p>\n<p>Fahrer: xxx, du f\u00e4hrst den Cup mit und bist im Orga-Team aktiv.<br \/>\nWelches Rennen hat dir denn als Fahrer am besten gefallen?<br \/>\nManager: Pr\u00fcm, da gab es wenigsten Treppchen f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>F : Und als Organisator?<br \/>\nM: Die Veranstaltung in Trier. Das Klo war nicht so weit weg wie auf den anderen Veranstaltungen.<\/p>\n<p>F : Zur\u00fcck zum Rennen in Trier. Was war das gr\u00f6\u00dfte organisatorische Problem?<br \/>\nM: F\u00fcr das Orga-Team kostenlose Parkpl\u00e4tze zu bekommen.<\/p>\n<p>F : Hast du in Trier keine nassen F\u00fc\u00dfe bekommen?<br \/>\nM: Ne, nur kalte.<\/p>\n<p>F : Warum haben die Senioren zur Medaille noch ne dicke Sektpulle bekommen und die anderen Sieger nicht?<br \/>\nM: Na ja, die Jungs haben doch immer den gr\u00f6\u00dften Durst.<\/p>\n<p>F: Wie ihr vielleicht gesehen habt, haben wir Fahrer die Duschen in der Gartenschau ganz sch\u00f6n eingef\u00e4rbt. Was gedenkt ihr dagegen zu tun?<br \/>\nM: Beim n\u00e4chsten EMC mit Sauwetter m\u00fcssen sich die Fahrer an der Bikewaschanlage sauber machen.<\/p>\n<p>F: Habt ihr vom Orga-Team keine Angst, dass der EMC vergreist?<br \/>\nM: N\u00f6, da liegen wir ja voll im Trend. Wir sind das Spiegelbild unserer Gesellschaft.<\/p>\n<p>F : Warum fahren so wenige Frauen beim EMC mit?<br \/>\nM: Tja, schwer zu sagen. Vielleicht sind die EMC-M\u00e4nner nicht attraktiv genug?<\/p>\n<p>F: Wie gef\u00e4llt dir eigentlich die Webseite des EMC?<br \/>\nM: Gut, gut! Nur bisschen viel Werbung drauf!<\/p>\n<p>F : Hast du Verbesserungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr die n\u00e4chste Saison?<br \/>\nM: Klar, die haben wir alle schon in der Tasche. Auf jeden Fall werden wir allen Siegern Kindersekt in die Hand dr\u00fccken, der klebt sch\u00f6ner.<\/p>\n<p>F: xxx, f\u00e4hrst du eigentlich lieber technisch oder lieber Waldautobahnen?<br \/>\nM: Ich fahre lieber Bundesautobahn, da kommt man schneller ans Ziel.<\/p>\n<p>F: xxx, hast du auch noch Hobbys?<br \/>\nM: Ja, essen und schlafen.<\/p>\n<p>F: In einem Malk-Interview haben wir geh\u00f6rt, dass Bonnekessel mit Holz heizt.<br \/>\nWie heizt du denn?<br \/>\nM: Ich heize meist hinterher\u2026<\/p>\n<p>F: Danke, xxx, f\u00fcr dieses ehrliche Interview!<br \/>\nM: hustet.<\/p>\n<p>In eigener Sache<br \/>\n&#8222;Klolumnen&#8220; schreiben ist gar keine so einfache Sache. Einige nachdenkliche Stunden sind dabei drauf gegangen. Zum Teil auf dem Mountainbike sitzend\u2026<br \/>\nDas hoch gesteckte Ziel, &#8222;uns stets zu hinterfragen&#8220; (Malk). ist wohl nicht immer erreicht worden. Die ein oder andere Kritik wurde auch im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch oder per Mail verarbeitet. Herausgekommen sind einige mehr oder weniger witzig-ironische Beitr\u00e4ge, eher Glossen, die den Schlamm meist zwischen den Zeilen heraus verspritzt haben.<br \/>\nVielen Dank an die Leute, die mir eine R\u00fcckmeldung in irgendeiner Form gegeben haben, vielen Dank f\u00fcr die \u00fcberreichte &#8222;spitze Feder&#8220;, vielleicht ist f\u00fcr 2005 noch etwas Geist und Tinte \u00fcbrig. Alles Gute f\u00fcr alle folgenden mountainbikem\u00e4\u00dfigen Aktivit\u00e4ten w\u00fcnscht Euch<br \/>\nEuer nm<br \/>\nPS<br \/>\nEin pers\u00f6nliches, allgemeines Fazit zur Serie und viele bunte, frech kommentierte Fotos findet ihr wie immer auf nmbiking.de<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 11<\/strong><br \/>\nDer rote Cola-Sack<br \/>\nSponsoring ist etwas Gro\u00dfartiges. Nicht nur, dass dadurch \u00fcberhaupt erst Veranstaltungen im Sport- und Kulturbetrieb m\u00f6glich werden. Die Spender scheuen auch keine Kosten und vor allem M\u00fchen, ihre &#8222;Kunden&#8220; mit ihren Marketingideen auf Trapp zu halten. Ein gutes Beispiel ist der Cola-Sack beim EMC. Mountainbiker haben ja von Natur aus schon besondere Herausforderungen zu bestehen, jetzt kommt zur Er\u00f6ffnung der EMC-Serie 2005 noch eine weitere dazu: Wozu kann ich den roten Cola-Sack verwenden. Einfallsreichtum und Kreativit\u00e4t der Beschenkten ist gefordert!<br \/>\nAls Bikerucksack wird er wohl noch nicht mal die Quali zum Test der Zeitschrift BIKE schaffen. Aber als W\u00e4schesack k\u00f6nnte er zu gebrauchen sein. Jeder ernsthaft arbeitende Mountainbiker schwitzt bei einem Rennen. Die meisten gehen auch anschlie\u00dfend duschen. Wohin mit der schmutzigen, stinkenden W\u00e4sche? Einfach so in die Sporttasche. Brrr. Nachher stinkt auch die Kappe oder sonstige Utensilien. Also rein in den roten Cola-Beutel. Fest zugezogen bleiben Geruch und Feuchtigkeit lange Zeit unter Verschluss.<\/p>\n<p>\tBetrachten wir zuerst einmal Material, Beschaffenheit und Details. Ein bisschen erinnert er an &#8211; wie wir fr\u00fcher sagten &#8211; einen Turnbeutel. Material: Plastik, wasserdicht? Wahrscheinlich. Farbe: Colarot mit Aufdruck (Wei\u00dfe Flaschen oder sind es Kegel?). Klassische Abmessungen: 40 mal 30 cm. Eine rote doppelte Kordel auf beiden Seiten macht es m\u00f6glich, den Sack oben zusammenzuziehen und ihn wie einen Rucksack zu tragen. Am Tag seines Erscheinens musste sich noch niemand Gedanken machen: Was mach\u00b4 ich mit dem roten Teil, denn der Sack war gef\u00fcllt mit gesponsorten Getr\u00e4nken &#8211; und schwer. Egal wie man ihn sich umh\u00e4ngt, die Kordel grub sich bissig in die Haut. Aber irgendwann sind die Flaschen leer getrunken und damit ist auch der Beutel leer. Was nun?<br \/>\nMancher wird seine Wertsachen vielleicht nicht gerne in der Duschkabine lassen und eine Freundin, die darauf aufpasst, ist auch gerade nicht zur Hand. Also: Wertsachen in den Cola-Sack stecken, umh\u00e4ngen und ab unter die Dusche. Wer das dreimal so ausprobiert hat, kann sich beim EMC-Vorstand melden und ihm die Testergebnisse schriftlich mitteilen. W. Malk wird die Ergebnisse bestimmt gerne auf der Homepage ver\u00f6fffentlichen.<br \/>\n&#8222;Testing the Cola Bag!&#8220; Das klingt eigentlich so fetzig, dass es &#8222;Digging in the dirt&#8220; abl\u00f6sen k\u00f6nnte. Und es klingt auch viel sauberer und konstruktiver!<br \/>\nF\u00fcr die \u00dcbermittlung weiterer genialer Verwendungszwecke des Cola-Sackes sind der EMC-Vorstand und nat\u00fcrlich der Sponsor bestimmt aufgeschlossen, wenn nicht sogar dankbar. Vielleicht schreiben sie auch einen Wettbewerb aus\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 12<\/strong><br \/>\nSprecher haben es schwer<br \/>\nSie m\u00fcssen lesen k\u00f6nnen: Zahlen (Startnummern) und Namen (Listen).<br \/>\nSie m\u00fcssen z\u00e4hlen k\u00f6nnen (manchmal bis 8): die Runden.<br \/>\nSie m\u00fcssen deutlich sprechen k\u00f6nnen: durchs Mikrofon.<br \/>\nSie m\u00fcssen eine trockene Aussprache haben: Gefahr von Kurzschluss.<br \/>\nSie m\u00fcssen w\u00e4hrend des gesamten Rennens anwesend sein: keine Pinkelpause.<br \/>\nSie m\u00fcssen wetterfeste Kleidung tragen: Nicht immer scheint die Sonne.<br \/>\nSie m\u00fcssen die Fahrer\/innen kennen: am besten mit dem richtigen Namen und vielleicht nicht nur die TOP 3.<br \/>\nSie sollen aufmunternde Worte f\u00fcr die Racer finden: motivierende Funktion.<br \/>\nSie sollen die Namen der Sponsoren regelm\u00e4\u00dfig durchsagen: erst die gro\u00dfen dann die kleinen.<br \/>\nSie sollen auf die Kaffee- und Kuchentheke hinweisen: Sorge um das leibliche Wohl bekunden.<br \/>\nSie sollen einen guten Draht zur technischen Leitung haben: Musik einspielen, \u00dcbersteuerung vermeiden.<br \/>\nSie sollen Siegerehrungen durchf\u00fchren, wobei ihnen lobende Worte einfallen m\u00fcssen.<br \/>\nSie sollen Verlosungen durchf\u00fchren und gleichzeitig daf\u00fcr sorgen, dass die Zuschauer nicht davonlaufen.<\/p>\n<p>Eine ganz sch\u00f6n lange Liste, eine enorme Anforderung! Jetzt soll es sogar Sprecher bei EMC-Rennen geben, die schie\u00dfen \u00fcber diese Zielvorgaben freiwillig und weit hinaus:<\/p>\n<p>Sie organisieren eine Startaufstellung, was verhindert, dass sich Fahrer um die besten Pl\u00e4tze vorne balgen und den Zuschauern ein schlechtes Bild liefern.<br \/>\nSie haben st\u00e4ndig ein Getr\u00e4nk eines Sponsors in Griffn\u00e4he, um gewissen Verpflichtungen nachzukommen und besonders den Kindern zu zeigen, auch Erwachsenen schmeckt dieses Getr\u00e4nk.<br \/>\nSie motivieren Fahrer, indem sie sie mit falschem Namen ansprechen, was diese anspornt und zur Widerrede herausfordert.<br \/>\nSie geben Fahrern ungefragt Tipps, wie sie mit technischen Problemen fertig werden k\u00f6nnen.<br \/>\nSie sprechen sogar per Mikrofon in provokanter Weise anwesende Zuschauer (z.B. Kolumnisten und V\u00e4ter) an und geben diesen damit einen Anlass\u2026<br \/>\nSie begr\u00fc\u00dfen an der Waschanlage wartende Fahrer in ihrem Heimatdialekt (Saarl\u00e4ndisch), um ihnen im fremden (Bundes) Land einen gewissen Grad an Heimeligkeit zu verschaffen.<br \/>\nDie beschriebenen, bei einem MTB-Rennen gemachten Beobachtungen sind weder frei erfunden noch zeigen sie \u00c4hnlichkeiten mit lebenden Sprechern.<br \/>\nVielleicht kann der EMC auf seiner Website am Ende der Serie eine Online-Wahl des Mister &#8222;Rennsprechers&#8220; durchf\u00fchren &#8211; einfach klicken!<br \/>\nViel Spa\u00df &#8211; Euer nm<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 13<\/strong><br \/>\nWillkommen in Plattfeld<br \/>\nEine neue Erkenntnis macht sich seit Laufeld breit: Entscheidend f\u00fcr einen guten Platz in einem EMC-Rennen ist nicht mehr die erbrachte Leistung in Form von Kondition und Geschicklichkeit. Plattfu\u00dfsicherheit ist das alles entscheidende Kriterium. Bzw.: Wie komme ich trotzdem noch ziemlich gut ins Ziel?<br \/>\nDie Fahrer in Plattfeld haben gezeigt, dass es da eine ganze Bandbreite von M\u00f6glichkeiten gibt:<br \/>\nM 1: aufgeben, Rad in die B\u00fcsche feuern<br \/>\nM 2: konventioneller Schlauchwechsel, gro\u00dfer Zeitverlust<br \/>\nM 3: Radwechsel an einem selbst installierten Depot, evtl. lange Schiebepassage<br \/>\nM 4: Radtausch: keine Nachteile (?)<\/p>\n<p>Es scheint ein hei\u00df gewordenes Thema zu sein. Sogar Webmaster M. griff selbst zur Tastatur um kolumnem\u00e4\u00dfig seine Eindr\u00fccke und Bef\u00fcrchtungen bekannt zu machen. Eine Reaktion auf die Wellen, die im G\u00e4stebuch hochschlagen? Von tippgeber bis bonne geben alle ihren Senf dazu. Von Skandal bis Kameradschaft werden alle Register der Meinungsvielfalt gezogen.<br \/>\nZur\u00fcck zu den Plattf\u00fc\u00dfen. Die haben sich die Biker bei den Orthop\u00e4den ausgeliehen. Die sagen: Platt- oder Senkf\u00fc\u00dfe sind zivilisationsbedingt. Aha! Das bedeutet wohl: selbstgemacht. Also doch technisches Unverm\u00f6gen bei den betroffenen Fahrern? Eine Menge Fahrer aus der Top Ten Region aller Altersklassen m\u00fcssen sich dann wohl an die Nase fassen &#8211; von Witzack bis \u2026 Oder sagen wir doch lieber: einfach Pech!? Manche hat es zwei Jahre hintereinander in Plattfeld die Luft und den guten Platz gekostet. Zufall? Oder stecken hier irgendwelche Machenschaften dahinter? Die rheinlandpf\u00e4lzische Reifen-Mafia? Wahrscheinlich eher als irgendeine Radmafia!<br \/>\nIm Ernst: Eine taugliche L\u00f6sung muss gefunden werden. Ideen gibt es genug. Beliebig- und\/oder Nettigkeit kann es nicht sein.<br \/>\nIm Spa\u00df: Sachdienliche Hinweise oder noch verr\u00fccktere Theorien nimmt der EMC-Vorstand gern entgegen. Demn\u00e4chst &#8211; stand in der BIKE &#8211; kommt der unkaputtbare Vollgummireifen auf den Markt. Warten wir die Tests ab\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne 14: EMC rustikal<\/strong><br \/>\nSchon von weitem begr\u00fc\u00dft uns ein gelbes Banner: Krumpernfest. Oh verflixt, haben wir da ein Datum verwechselt? Ein paar Mountainbiker fahren zwar zu noch fr\u00fcher Stunde hier herum, aber die Bekonder sind ja schlie\u00dflich ein r\u00fchriges V\u00f6lkchen. Aber da ert\u00f6nt auch schon die bekannte sonore Stimme von Udo H., dem EMC-Sprecher. (Gibt es den Titel schon?)<br \/>\nWir sind also doch richtig. Eine Menge ganz junger Biker und Bikerinnen mit hochroten K\u00f6pfen, zu gro\u00dfen Helmen, zu gro\u00dfen Bikes, in Turnschuhen und Jeans &#8211; aber mit ganz gro\u00dfer Begeisterung &#8211; st\u00fcrzen sich durch den kurvigen Parcours. Die Bekonder um C. P. scheinen auch dieses Krumpernfest zu organisieren. So haben sie schon mal ein paar Teile aufgebaut: ein oller Traktor, eine uralte Kartoffelkochoderbratmaschine (?), ein paar Heuballen. Das sieht alles recht l\u00e4ndlich &#8211; rustikal aus. Damit ein MTB-Parcours draus wird, m\u00fcssen die Kids mittels Planken oben \u00fcber den Kartoffelwagen fahren. Recht steil f\u00fcr Kleinen. Die Eltern gucken \u00e4ngstlich zu.<br \/>\nInzwischen sind die beiden Hauptdompteure der Veranstaltung, U. und C., zu voller Form aufgelaufen. Ersatzteile werden f\u00fcr Pechv\u00f6gel mit Materialsch\u00e4den per Durchsage organisiert. Immer zu Stelle: die gelben Engel von N\u00b4weiler &#8211; vielleicht Sonderpreis am Ende des Cups verleihen!) Absperrungen werden beiseite ger\u00e4umt, einen spontanen Sonderpreis gibt es auch f\u00fcr einen U 15 &#8211; Fahrer, der die letzte Runde komplett schiebt. Die Zuschauer und wartenden Teilnehmer werden nicht vergessen, die eine Gruppe und die andere Pers\u00f6nlichkeit werden per Durchsage begr\u00fc\u00dft. Ein Steppke, der aus Undedacht \u00fcber die Strecke rannte, bekommt seine Lektion &#8211; und seine Streicheleinheit \u00fcber den Kopf.<br \/>\nDer Urwald hinterm Zielbereich war vom Veranstalter flei\u00dfig zur Freude der Racer ausgebaut worden: noch ein paar Kehren und H\u00fcgelchen mehr. (Haben die auch einen P. Kruse?).<br \/>\nDie Rennen? Ja, die laufen mit gewohnter Pr\u00e4zision ab. W\u00e4hrend die Top-Fahrer wie Witzak und Helmig sich bei der DM abm\u00fchen (und auch dort Erfolg haben), k\u00f6nnen die ewig Zweitplatzierten (wie Fischer) das h\u00f6chste Treppchen erreichen. Dumm nur, dass die Senioren bei der DM schon samstags dran waren. Da war dann in Bekond kein erster Platz frei&#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne 15: Gewitter \u00fcber Pr\u00fcm<\/strong><br \/>\nErst mal abwarten, was die Jungs (und seltener mal M\u00e4dels) im G\u00e4stebuch schreiben\u2026<br \/>\nAm ersten Tag nach dem Pr\u00fcmer Rennen: die Ruhe vor dem Sturm. Dann brach das Gewitter los &#8211; \u00e4hnlich wie in Laufeld. So ein G\u00e4stebuch kann ein sehr konstruktives Mittel der Kommunikation sein. Demokratisch und frei. Anonyme Eintr\u00e4ge sollten nicht zugelassen werden. Jeder schreibt, was er denkt (und steht dazu). Beschimpfungen liest man gottlob keine, die EMCler sind disziplinierte Menschen. Aber durchaus aufmerksame und kritische. Dass es von Jahr zu Jahr bei den EMC &#8211; Veranstaltungen interessanter und sicherer wird, liegt auch an kritischen Beitr\u00e4gen der G\u00e4stebuchschreiber. Die Veranstalter wissen, was von ihnen erwartet wird und tun ihr Bestes &#8211; was aber nicht immer das Beste ist. Ver-Besserungen sind meist m\u00f6glich, auch in Pr\u00fcm. Sicherheitsstandards m\u00fcssen eingehalten werden. Kein Grund die Werbebanner entt\u00e4uscht h\u00e4ngen zu lassen. Wir alle wissen, wie viel Arbeit hinter einer solchen Veranstaltung steckt &#8211; und honorieren es.<br \/>\nJa, Pr\u00fcm hat sein besonderes Flair. Viel Country (CC) ist hier nicht zu finden, eher Teer, Sportpl\u00e4tze und Schulh\u00f6fe. Das hat was Eigenes. Das muss nicht jedem gefallen. Bei sieben L\u00e4ufen ist Abwechslung schon sinnvoll.<br \/>\nDie Strecke ist relativ flach und vor allem eng. Wichtig also ist die Startaufstellung. Hindernisse in der Startbahn und eine willk\u00fcrliche Startaufstellung sind f\u00fcr die besseren Fahrer ein echtes Handikap. Die Schnellen turnen hinten herum und m\u00fcssen oft lange auf ihre Chance warten. In Pr\u00fcm ist die Musik meist laut und die Kommunikation schwierig. Zwischen den Zuschauern, aber auch die Fahrer haben ihre Not. Die Sprintwertung wird f\u00fcr die zweite Runde angek\u00fcndigt &#8211; und den Kasten bekommt der Schnellste der ersten Runde.<br \/>\nDie MHK soll f\u00fcnfzig Minuten fahren und sie fahren eine Stunde. Die Runden werden nicht angezeigt, manchmal angesagt &#8211; und die vorletzte zweimal gez\u00e4hlt.<br \/>\nDie Fahrer sind verwirrt &#8211; und die Fahrer sind sauer.<br \/>\nWo warst du, Udo?<br \/>\nAllen gesch\u00e4digten und verletzten Fahrern und Veranstaltern: gute Besserung<br \/>\nEuer nm<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne 16: Fotografen haben es schwer<\/strong><br \/>\n(Vorsicht: teilweise mit satirischen Z\u00fcgen!)<\/p>\n<p>Der Mann mit der Kamera ist zum \u00dcberrollen freigegeben<\/p>\n<p>Wo waren die Plastik\u00fcberschuhe?<br \/>\nWenn wir schon exzellente \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr den EMC weltweit leisten, kann Mann\/Frau Fotograf auch etwas erwarten. Bei einem derartig schlammigen Gel\u00e4nde, schon der Sportplatz war gr\u00f6\u00dftenteils ein Brei, w\u00e4ren ein Paar Plastik\u00fcberschuhe doch das Mindeste gewesen, was man uns zur Verf\u00fcgung h\u00e4tte stellen k\u00f6nnen! Vielleicht w\u00e4ren wir damit noch mehr durch den Wald geschlittert als so schon, aber unsere teuren Sportschuhe h\u00e4tten nicht derart gelitten. Wir h\u00e4tten uns am Schluss einfach in die Reihe der Mountainbiker gestellt und die hilfsbereite Feuerwehr w\u00e4re uns mit ihrem dicken Strahl kurz \u00fcber die Schutzschuhe gefahren.<\/p>\n<p>Ein Geschenk: die Wurzeln<br \/>\nZugegeben: Die Pl\u00e4tze, an denen wir uns w\u00e4hrend der Rennen tummelten, waren sehr geeignet, um gute Fotos zu schie\u00dfen. Manchmal war es zwar etwas eng und laut, ob der vielen Zuschauer, aber wir wollen ja auch Stimmungen einfangen. Ganz toll: die Stelle oberhalb der so genannten &#8222;Affenschaukel&#8220; bot uns Aktion pur. Den Namen mussten wir uns selbst erlauschen, es gab auch keine fertigen Papers f\u00fcr Presse und Fotografen! Da kamen sie von oben herunter geschlittert, blieben kurz im Schlamm stecken und verbissen rutschen sie weiter. Ein kleiner Schwenk um 180 Grad und wir hatten sie schon wieder vor der Linse. Diesmal kamen die Bedauernswerten von unten der Berg hinauf. Entweder im oder neben dem Sattel. Ideal um die Selbst\u00fcberwindung, den Schmerz oder auch den eisernen Willen zum Sieg in den Gesichtern digital abzulichten. Besonders die Wurzeln an dieser Schl\u00fcsselstelle waren ein Geschenk f\u00fcr uns Fotografen&#8230;<\/p>\n<p>Fotograf st\u00fcrzt, Fahrer fl\u00fcchtet<\/p>\n<p>Fotografen leben gef\u00e4hrlich<br \/>\nNichtsdestotrotz, hoffentlich sind die EMC-Fahrer gut versichert! Eine digitale Spiegelreflex ist nicht so ganz billig. Als professionell Ambitionierte sind wir nat\u00fcrlich nah dran am Geschehen. Wir sind dort, wo der Schlamm spritzt &#8211; obwohl der in Bekond so trocken war, dass er nur an Schuhen und Reifen geklumpt hat. Die Fahrer sehen uns (meistens) und sind auch scharf drauf fotografiert zu werden. Da grenzt es schon an Unversch\u00e4mtheit bis K\u00f6rperverletzung, wenn Fahrer so dicht an uns vorbei fahren, dass wir hinterr\u00fccks \u00fcber einen Baumstamm st\u00fcrzen und unsere teuren Ger\u00e4tschaften im Unterholz verschwinden. Der t\u00e4tliche Angriff konnte von Kollegen dokumentiert werden!<br \/>\nAber auch Zuschauer oder Betreuer, die in ihrem \u00dcbereifer einem am Boden kauernden Fotografen einfach nicht sehen (wollen), haben schon so manchen Schaden angerichtet! Von Vorteil ist es auch, wenn Fotografen einen gem\u00e4\u00dfigten Umfang mit sich herum tragen, also recht d\u00fcnn sind. So konnte ich selber von Gl\u00fcck sagen, dass meine Statur und der nachgiebige Zaun am Sportplatz es verhinderten, dass mich die heranrasenden Fahrer nicht aufgespie\u00dft haben. Fotos vom Start m\u00fcssen aber sein. Wie gesagt, je n\u00e4her dran&#8230;<\/p>\n<p>Einer h\u00e4ngt im Gestr\u00e4uch &#8211; einer &#8222;verblutet&#8220;<\/p>\n<p>Die Sensationslust bedienen?<br \/>\nWir k\u00f6nnen zwar lamentieren \u00fcber das schlechte Wetter und die damit verbundenen Unbequemlichkeiten, doch eines beschert es uns: Situationen, fast so schlimm-sch\u00f6n wie bei den fernsehgewaltigen Naturkatastrophen, Situationen, die Menschen in Grenzsituationen bringen. Wir sind dabei und lichten alles ab, was das Publikum nur irgendwie aufregend findet. Ja, bitte! Wir bedienen nur den Markt! Oder &#8211; wenn gerade eine Minute lang kein Racer kommt, kann man ja mal nachdenken &#8211; beeinflussen die Fotografen mit ihrenFotos nicht eher den Geschmack des Publikums? Muss der schwere Sturz festgehalten werden, das schmerzverzerrte Gesicht des Ungl\u00fccklichen? Was will ich mit solchen Fotos erreichen? Die EMC-Website w\u00fcrde ihre Seitenaufrufe steigern, die Sponsoren w\u00fcrden dem Malk die (Klo)T\u00fcr einrennen&#8230;<br \/>\nVielleicht tauchen solche Paparazzis irgendwann mal beim EMC auf&#8230; Diejenigen, die sich zur Zeit bei den Rennen tummeln, sind wahrscheinlich zum Teil einfach zu langsam und moralisch zu sauber, um sich auf diese Sichtweise einzulassen. Ein Foto von einem Sturz gibt es nur, wenn der Fahrer anschlie\u00dfend lachend weiter f\u00e4hrt und sich freut, dass sein Helm zum wiederholten Mal gute Dienste geleistet hat.<\/p>\n<p>Artenvielfalt beim EMC<br \/>\nDer informierte und gebildete Leser wei\u00df es: Fotografen sind so verschieden wie die Fotos, die sie schie\u00dfen. Es gibt harmlose, skrupellose, St\u00fcmper, Profis, Ambitionierte, Naive&#8230; Sie schlagen sich alle mit ihrer Technik herum (wie die Mountainbiker&#8230;) und vielleicht auch mit ihrem Gewissen (siehe Kaptel Sensationslust). Nicht immer sind die Fotografen auch als solche zu erkennen. Es sei denn, ein wahrhaftiger Profi ist mal f\u00fcr eine Viertelstunde anwesend. Den erkennen alle: Er hat mindestens drei dicke Kameras samt Taschen umh\u00e4ngen, bewegt sich deshalb gebeugt und hinterl\u00e4sst meist einen gestressten Eindruck. Der Vater, der den Sohn hundertmal ablichtet, bedient auch schon eine bessere Kamera, mindestens Spiegelreflex digital. Er f\u00fchlt sich als Semi-Profi. Die Freundin des Racers X packt versch\u00e4mt ihre kleine Digitale aus &#8211; so lange kennen sie sich ja noch nicht. Bei vielen tut es auch das Handy&#8230;<\/p>\n<p>Schon ein Tag nach dem Rennen tauchen die Hinweise im G\u00e4stebuch des EMC auf: Habe schon mal paar bilder auf meiner seite &#8211; Hallo zusammen, habe soeben \u00fcber 450 Foto\u00b4s vom Rennen in Bekond Online gestellt &#8211; HUHU!! Bei mir auf der HB sind Bilder vom Hauptrennen Hobby un Lizenz online!! (Originalton)<\/p>\n<p>So, Leute, jetzt h\u00e4ngt euch gef\u00e4lligst ins Netz und schaut euch alle 1437 Fotos an&#8230;<br \/>\nEuer nm<\/p>\n<p>ps Der Fahrer, der den Fotografen in Schwierigkeiten brachte, hat sich geoutet und glaubw\u00fcrdig versichert, dass der &#8222;Angriff&#8220; weder t\u00e4tlich noch absichtlich gewesen war.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 17: Entengeschnatter<\/strong><\/p>\n<p>Die Thalfanger Ente Marta schreibt einen Brief an ihre Cousine Betty<br \/>\nSchnatter, schnatter! Sei gegr\u00fc\u00dft liebe Betty!<br \/>\nUnbedingt muss ich dir berichten, was letzten Sonntag an unserem Weiher los war. Schon im letzten Jahr hatte dieser Mountainbikeverein viele hundert Leute hierher gelockt und sie dann in der Gegend herum fahren lassen. Das war schon heikel f\u00fcr uns. Wir Enten sind ja einiges gew\u00f6hnt, was Menschen betrifft: Dummheit, Arroganz, Blindheit&#8230; Aber unterhaltsam war es auch.<br \/>\nDiesmal hatten wir kaum Ruhe. Sie sind den ganzen Tag um unseren Teich herum gerast. Erst die jungen Biker, sogar M\u00e4dchen und Frauen machen dabei mit. Die sitzen zwar manchmal etwas seltsam auf dem Rad, aber fahren k\u00f6nnen sie auch. Am wildesten ging es aber bei den beiden so genannten letzen Rennen zu. Du bekommst hier jedes Wort mit, denn ein Mensch, der oben am Sandkasten steht, pl\u00e4rrt st\u00e4ndig in ein Mikrofon, damit wirklich jeder in Thalfang alles mitbekommt. Dieser Sprecher k\u00fcndigte dann beim so genannten Lizenzrennen eine Sensation an: Da w\u00fcrde ein ganz junger Rennfahrer die alten Hasen heute das F\u00fcrchten lehren. Na ja, dachte ich, das schau ich mir mal an. So ein wenig wei\u00df ich inzwischen, wie es beim Mountainbiken zugeht. Und tats\u00e4chlich: Der junge Kerl f\u00fchrte tats\u00e4chlich das Feld an. Doch als sie zum zweiten Mal bei uns am Teich vorbei kamen, fuhren andere an der Spitze. Was mich nicht gest\u00f6rt hat, der Junge hat seine Karriere noch vor sich. Zu schnell gro\u00df werden ist auch nicht gut. Das wissen sogar wir Enten.<br \/>\nEigentlich war es ganz interessant zu beobachten, wie sich die Abst\u00e4nde zwischen den Rad fahrenden Menschen immer mehr vergr\u00f6\u00dferten. Manche wurden sogar \u00fcberrundet&#8230; Lustig ist es auch, sich ihre knallroten K\u00f6pfe zu betrachten. Manchmal bin ich ziemlich nahe herangeschwommen, um mir das anzusehen.<br \/>\nOh ja, leider ist auch was Schlimmes passiert. Gustav, du kennst ihn ja, marschierte einmal mit zwei seiner Kumpels in Richtung Teich. Die drei sind ganz Coole. Und schlie\u00dflich ist es unser Terrain. Also trotteten sie gelassen \u00fcber den Weg, aber von der Br\u00fccke her kamen einige Biker angerast. Vor Schreck blieb mir das Quak im Hals stecken. Gustavs Kumpels schafften es gerade noch, doch ihn erwischte der vorderste Fahrer am Hinterteil &#8211; und fuhr Gustav \u00fcber den Schwanz. Das sah schlimm aus, die Federn flogen. Die Verr\u00fcckten auf den R\u00e4dern haben nichts bemerkt oder wollten nichts bemerken. Mit ein paar anderen haben wir Gustav dann schnell in Sicherheit gebracht. Es wird einige Zeit dauern, bis die Federn wieder nachgewachsen sind. Ich hoffe, die von diesem Erbeskopfverein sind gut versichert&#8230; Wir werden ihnen einigen \u00c4rger machen.<br \/>\nToll war aber die Musik, die den ganzen Tag lief. Du wei\u00dft ja, wie ich auf Metal stehe. Wenn sonst hier Feste stattfinden, lassen sie meist diese grauenhafte Volksmusik laufen.<br \/>\nAls dann die Erwachsenen mit ihren Spielen endlich fertig waren, haben sie tats\u00e4chlich noch die ganz Kleinen auf ihren ganz kleinen R\u00e4dern rund um den Teich geschickt. Die sollen sich wohl fr\u00fch genug an diese Art von Vergn\u00fcgen gew\u00f6hnen. Sie sind dann eine Proberunde gefahren, alle Kleinen mit tollen bunten Helmen auf dem Kopf, nur einer, der vorgefahren ist, ein Erwachsener, hatte keinen auf. Das fand ich doch sehr merkw\u00fcrdig. Wenn erziehen, dann aber richtig&#8230;<br \/>\nIm Herbst machen die Thalfanger noch so eine Veranstaltung, die diskutieren und planen sie jetzt schon. Wenn du Lust hast, kannst du ja vorbei kommen und dir den Spuk selber mal ansehen.<br \/>\nViele Gr\u00fc\u00dfe<br \/>\nDeine Marta<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>EMC-Kolumne Nr. 18: EMC im Samariterrausch?<\/strong><br \/>\nTue Gutes und rede davon!<br \/>\nDiesen Leitspruch haben sich inzwischen viele gro\u00dfe Unternehmen in der Wirtschaft zueigen gemacht. Sie helfen spektakul\u00e4r und k\u00f6nnen es als Werbungskosten verbuchen. Dass Helfen auch im Kleinen funktioniert und ganz uneigenn\u00fctzig, kann in diesem Jahr beim EMC beobachtet werden. Die Spendenwelle f\u00fcr den kleinen Denis ist erst angerollt und die Benefizveranstaltung der Mehringer Mountainbiker wird bestimmt ein Erfolg. Engagement, Anteilnahme und Spendenlaune sind in unserer materialistisch orientierten Gesellschaft als bemerkenswert zu beschreiben. Eine andere sozial orientierte Aktivit\u00e4t auf EMC-Veranstaltungen ist beim Publikum und den Teilnehmern eher unbemerkt geblieben:<br \/>\nEMC` ler trinken Transfair-Kaffee<br \/>\nAngeregt von au\u00dfen, organisiert von W.M. und angeboten von den Kuchenteams der jeweiligen Vereine tranken die EMC\u00b4ler in diesem Jahr (und teilweise auch schon im letzten) eine andere Art von Kaffee, n\u00e4mlich Transfair Kaffee. Ein Kaffee des guten Gewissens. Denn: Noch nie war Kaffee so billig. Als Verbraucher k\u00f6nnen wir uns dar\u00fcber freuen. Als Arbeitnehmer auch: Heute m\u00fcssen wir im Durchschnitt neunmal weniger arbeiten als vor rund 20 Jahren, um uns ein Pfund Kaffee aus dem Supermarkt leisten zu k\u00f6nnen (1977: 1,5 Stunden, heute: 10 Minuten). Bei dieser Entwicklung werden die Kaffeebauern in den L\u00e4ndern des S\u00fcdens arm. Obwohl sie immer mehr arbeiten, verdienen sie heute viermal weniger als vor 20 Jahren. Viele m\u00fcssen aufgeben, ziehen in die St\u00e4dte und vergr\u00f6\u00dfern dort das Heer der Arbeitslosen. Zudem sind im gleichen Zeitraum all jene Industrieg\u00fcter teurer geworden, die wir in die L\u00e4nder des S\u00fcdens verkaufen. So lebt ein Teil der Welt auf Kosten des anderen. Diesen &#8222;unfairen&#8220; Zustand zumindest ein wenig \u00e4ndern k\u00f6nnen Kaffeetrinker. Die B\u00f6rsenpreise f\u00fcr Rohkaffee sind seit Jahren instabil und sehr niedrig. Der Faire Handel garantiert hingegen einen Mindestpreis. Unn\u00f6tiger Zwischenhandel wird vermieden. Zus\u00e4tzlich f\u00f6rdert der Faire Handel soziale Arbeitsbedingungen und nachhaltige Entwicklungsprozesse, gew\u00e4hrt Aufschl\u00e4ge f\u00fcr kontrolliert biologischen Anbau und Vorfinanzierung der Ernte, ber\u00e4t die Partnerorganisationen in Qualit\u00e4tsverbesserung und erm\u00f6glicht langfristige Handelsbeziehungen. Der Faire Handel mit dem G\u00fctesiegel TRANS FAIR bietet inzwischen 500.000 Kaffeepflanzern in 19 L\u00e4ndern des S\u00fcdens eine hoffnungsvolle Alternative.<br \/>\nBeim EMC gibt es GEPA-Kaffee. Diese Handelsorganisation wird zum gro\u00dfen Teil von Misereor und &#8222;Brot f\u00fcr die Welt&#8220; getragen. Transfair-Kaffee kann man auch zu Hause kaufen und trinken. Ein drittes Beispiel f\u00fcr soziales Engagement mit und auf dem Mountainbike:<br \/>\nBike Aid Racing Team beim EMC<br \/>\nFahrer aus dem Saarland, die schon lange beim EMC ihre Runden drehen, treten in diesem Jahr in einem neuen Team an: BIKE AID. Bereits im letzten Jahr war BIKE-AID im Saarland erfolgreich. Ein Biker sammelt \u00fcbers Jahr H\u00f6henmeter f\u00fcr ein Unternehmen, welches 1 Cent pro gefahrenen H\u00f6henmeter am Jahresende, direkt und gegen Spendenquittung, an eine gemeinn\u00fctzige, wohlt\u00e4tige Einrichtung spendet. Mountainbiker spenden auch selbst oder suchen weitere Sponsoren. In 2005 kamen auf diese Weise \u00fcber 7000 \u20ac zusammen. Die Spenden gingen an die Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland e.V.<br \/>\nBIKE-AID ist eine private Initiative von Eric Haus, einem Arzt und Unternehmer aus Siersburg, die sich das Ziel gesetzt hat, Sportler und Sponsoren als Spendenteam zusammen zu f\u00fchren und kleinere und regionale Hilfsorganisationen zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nIn dieser Radsportsaison ist Bike Aid mit einem eigenen Racing Team auf den Renn- und Marathonstrecken unserer Region, aber auch deutschlandweit, unterwegs. In ihren wei\u00df-blau-gr\u00fcnen Trikots, die sie selbst bezahlen, wollen sie Sponsoren anlocken, um weitere kleine Projekte zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Mountainbiken kann mehr sein\u2026<br \/>\nauf dass es noch lange so bleibt, gr\u00fc\u00dft euch<br \/>\neuer nm<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kolumne f\u00fcr den EMC Das Opening by Wolfgang Malk (webmaster emc) Was eine Rennserie ausmacht, sind nicht nur tolle Strecken und eine gute Atmosph\u00e4re, sondern auch, dass &#8222;\u00fcber sie geredet wird&#8220;! In den letzten 2 Jahren herrschte bei uns viel &#8222;Friede, Freude, Eierkuchen&#8220;. 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