{"id":28,"date":"2006-11-29T16:49:39","date_gmt":"2006-11-29T16:49:39","guid":{"rendered":"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/?page_id=28"},"modified":"2013-10-23T06:42:21","modified_gmt":"2013-10-23T05:42:21","slug":"ohne-auto-kein-mensch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/?page_id=28","title":{"rendered":"Ohne Auto mobil?"},"content":{"rendered":"<p><font color=\"#cc0066\" size=\"6\"><\/font><font color=\"#000000\" face=\"verdana\" size=\"2\">Die Realit\u00e4t: Wir sind ein autogesch\u00e4digtes, fu\u00dflahmes Volk  geworden. Zum Beispiel: Kreis Saarlouis. <strong><em>&#8222;26% aller Fahrten mit dem Auto im Landkreis Saarlouis liegen unter einem Kilometer. Im Umkreis von drei Kilometern liegen bereits 50% aller Fahrten. Nur ein Viertel aller mit dem Auto zur\u00fcckgelegten Strecken sind l\u00e4nger als 10 Kilometer.&#8220; <\/em><\/strong>(Saarbr\u00fccker  Zeitung nach Sozialdata M\u00fcnchen)<br \/>\nJa aber, werden viele sagen, die Leute m\u00fcssen doch zur Arbeit! Nochmal Fakten: Nur 27% der Personenkilometer betreffen berufliche Fahrten, 9% sind Einkaufsfahrten. Beides kann akzeptiert werden. \u00dcber die H\u00e4lfte der zur\u00fcckgelegten Kilometer betreffen jedoch den <u>Freizeitbereich<\/u>! (nach: Bundesministerium f\u00fcr Verkehr und Deutsches  Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung)<\/font><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><font color=\"#cc0066\" size=\"6\"><\/font><font color=\"#000000\" face=\"verdana\" size=\"2\">Noch ein paar Zahlen.<br \/>\nWie kommen  die Leute (n\u00e4mlich rund 36 Millionen) zur Arbeit?<br \/>\nDie weitaus meisten Berufspendler kommen nach Angaben des Statistischen Bundesamts mit dem Auto zur Arbeit. F\u00fcr ihre j\u00fcngste Erhebung aus dem Jahr 1996 befragten die Wiesbadener Statistiker etwa 32,5 Millionen Pendler. Rund 19,6 Millionen fuhren mit dem Auto, das sind <strong>55,4 Prozent<\/strong>. 18,3 Millionen von ihnen kamen mit dem eigenen Wagen zur Arbeit, 1,3 Millionen als Mitfahrer. Die meisten Auto-Pendler &#8211; fast elf Millionen &#8211; mussten eine Strecke von mehr als zehn Kilometern bis zum Arbeitsplatz zur\u00fccklegen. F\u00fcr 8,6 Millionen war die Strecke bis zur Arbeit weniger als zehn Kilometer lang.<br \/>\nVergleichsweise bescheiden nahm sich die Zahl der Pendler aus, die die umweltfreundlicheren Verkehrsmittel Bus und Bahn nutzten. So kamen etwa 1,9 Millionen Menschen mit U?Bahn, S-Bahn oder Stra\u00dfenbahn zur Arbeit; das waren nur 6,1 Prozent. Rund 5,4 Prozent nahmen den Bus. Noch geringer war der Anteil der Zugfahrer: Nur 1,5 Prozent, etwa 480 000 Menschen, nutzten dieses Verkehrsmittel. Damit wurden die \u00f6ffentlichen Transportmittel weniger genutzt als &#8222;Schusters Rappen&#8220; oder auch das Fahrrad: Knapp 3,5 Millionen Arbeitnehmer gingen zu Fu\u00df zu ihrem Arbeitsplatz &#8211; fast 10,6 Prozent. <strong><font color=\"red\">Etwa 2,4 Millionen fuhren mit dem Rad zur  Arbeit<\/font><\/strong>. Auf Motorrad, Moped oder Mofa schwangen sich dagegen nur rund 370 000 Pendler (nach: Saarbr\u00fccker Zeitung vom 11.12.2000)<\/font><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><font color=\"#cc0066\" size=\"6\"><\/font><font color=\"#000000\" face=\"verdana\" size=\"2\"><strong>Mobiler denn je<\/strong><br \/>\nWie rasant sich der Bereich Fortbewegung in den letzten Jahrzehnten ver\u00e4ndert hat, wird schon aus der Entwicklung der pro Jahr zur\u00fcckgelegten Kilometer deutlich. W\u00e4hrend jeder Bundesb\u00fcrger im Jahr <strong>1950 nur rund 1.000 km<\/strong> zur\u00fccklegte, sind es <strong>heute im Durchschnitt fast  12.000 km<\/strong>. Dieser Zuwachs ist nur zum Teil durch soziale und strukturelle Ver\u00e4nderungen wie kleinere Familien, gr\u00f6\u00dfere Zahl an berufst\u00e4tigen Frauen, k\u00fcrzere Arbeitszeiten, verbesserte Ausbildungsm\u00f6glichkeiten und weitere Entfernungen zu Arbeitsplatz oder Einkaufszentren zu erkl\u00e4ren. Hauptgrund f\u00fcr den gro\u00dfen Stellenwert der Mobilit\u00e4t sind die k\u00fcrzeren Zeiten, in denen selbst gro\u00dfe Entfernungen zur\u00fcckgelegt werden k\u00f6nnen. Dabei wird das Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnis entscheidend von unseren Freizeitaktivit\u00e4ten beeinflusst. Auch f\u00fcr die Zukunft ist davon auszugehen, dass vor allem durch die Freizeitmobilit\u00e4t das Verkehrsaufkommen weiter ansteigen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr viele von uns bedeutet das Auto Lebensqualit\u00e4t. Es ist heute in Deutschland das bevorzugte Fortbewegungsmittel. Es macht uns unabh\u00e4ngig und bringt uns bequem von einem Ort zum anderen. Lediglich bei Gesch\u00e4fts- und Urlaubsreisen geht der Trend hin zum Flugzeug. Wie gro\u00df das individuelle Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnis ist, verdeutlichen folgende Zahlen: Im Durchschnitt besitzt jeder zweite Bundesb\u00fcrger ein eigenes Auto. Auf dem deutschen Stra\u00dfennetz werden t\u00e4glich rund zwei Milliarden Personenkilometer gefahren.<br \/>\nUnser Bed\u00fcrfnis nach Mobilit\u00e4t wird teilweise erst durch das Auto geweckt. Die allt\u00e4glichen Wege in die Stadt verl\u00e4ngern sich nicht zuletzt durch das Auto immer mehr. Viele kleinere Gesch\u00e4fte um die Ecke werden durch entlegenere Gro\u00dfm\u00e4rkte verdr\u00e4ngt. Auch die Entfernungen zwischen Wohnung und Arbeitsplatz nehmen zu. (aus: www.stmwivt.bayern.de)<\/font><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><font color=\"#cc0066\" size=\"6\"><\/font><font color=\"#000000\" face=\"verdana\" size=\"2\">Das Problem liegt eindeutig dort, wo wir frei und keinen Sachzw\u00e4ngen unterworfen sind. Wir kennen das: F\u00fcr jedes beim Einkauf vergessene Ei &#8211; schnell ins Auto, der Besuch in der 500m entfernten Stammkneipe &#8211; nur mit Auto. Und so weiter. Zu Fu\u00df oder mit dem Rad: Nee, unter meiner W\u00fcrde!<br \/>\nJeder wei\u00df es: Die Nachteile f\u00fcr die Natur und den Menschen selber sind schwerwiegend. Jeder kennt sich: Ausreden und Selbstbeschwichtigungen sind schnell zur Hand&#8230; Warum nicht <u>ganz bescheiden und klein anfangen<\/u>, um den inneren &#8222;Autoschweinehund&#8220; zu bek\u00e4mpfen? Mountainbiken ist die Chance &#8211; f\u00fcr jedes Alter. Erfolgserlebnisse sind so gut wie garantiert.<\/font><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><font color=\"#cc0066\" size=\"6\"><\/font><font color=\"#000000\" face=\"verdana\" size=\"2\">Zwei Gruppierungen seien in diesem Zusammenhang genannt, die sich aus ihrer Sicht mit Verkehrsfragen und den Interessen von Mountainbikenden (Radfahrenden) befassen: die <\/font><font color=\"#cc0066\">Deutsche Initiative Mountain Bike (DIMB)<\/font> und der <font color=\"#cc0066\">Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC)<\/font> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Realit\u00e4t: Wir sind ein autogesch\u00e4digtes, fu\u00dflahmes Volk geworden. Zum Beispiel: Kreis Saarlouis. &#8222;26% aller Fahrten mit dem Auto im Landkreis Saarlouis liegen unter einem Kilometer. Im Umkreis von drei Kilometern liegen bereits 50% aller Fahrten. 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