{"id":1672,"date":"2008-03-20T09:24:02","date_gmt":"2008-03-20T09:24:02","guid":{"rendered":"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/?page_id=1672"},"modified":"2025-06-09T13:49:04","modified_gmt":"2025-06-09T12:49:04","slug":"litermont-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/nmbiking.de\/wp\/?page_id=1672","title":{"rendered":"Litermont 1"},"content":{"rendered":"<ol>\n<strong>In eigener Sache<\/strong><br \/>\nDies ist die allererste Tourenbeschreibung von nmbiking, vermutlich Ende der Neunziger Jahre geschrieben. Ein Versuch! Es sollte ein witziger, animierender Text werden, was nicht immer gelungen ist und was ich so heute nicht mehr formulieren w\u00fcrde. Er bleibt nur aus dokumentarischen und sentimentalen Gr\u00fcnden im Blog erhalten&#8230;<\/ol>\n<table cellpadding=\"4\" width=\"600\">\n<tr>\n<td valign=\"top\"><strong> Durchs Schmelzer Hinterland zu einem Wallfahrtsort mit toller Aussicht<br \/>\n<\/strong><br \/>\nStart: Rathaus Schmelz<br \/>\nStrecke: Schmelz, H\u00fcttersdorf, Sodixh\u00fctte, Litermont, Engelgrund, Fischerh\u00fctte, Schmelz<br \/>\nL\u00e4nge\/H\u00f6henmeter: 20 km \/ 300 hm<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir stehen vor dem <em>sch\u00f6nsten<\/em> und wichtigsten Geb\u00e4ude der Gro\u00df-Gemeinde mit dem kleinen B\u00fcrgermeister: dem <strong>Rathaus in Schmelz<\/strong>. Schnell machen wir die Bikes startklar und verlassen das gepflasterte Terrain. Unterm \u00c4rztehaus durch, biegen wir die n\u00e4chste Stra\u00dfe rechts ab (H\u00fcttenstra\u00dfe) und fahren in Richtung Industriegebiet. Hinter dem <em>r\u00e4tselhaften<\/em> Kreisverkehr geht es dann geradeaus in die Wiese, einen schmalen <strong>Pfad an der Prims entlang<\/strong>.Diesem Pfad rechterhand folgen wir bis zur <strong>Br\u00fccke<\/strong>. Bei der \u00dcberquerung derselben m\u00fcssen wir darauf gefasst sein, dass sich die PKWs das Recht des st\u00e4rkeren Pferdes herausnehmen. Nach der Br\u00fccke geradeaus zur H\u00fcttersdorfer Hauptverkehrsstra\u00dfe. Gegen\u00fcber geht es in die Stra\u00dfe rein und den Berg hoch. Wenn die Stra\u00dfe sich oben teilt, nehmen wir die <strong>linke<\/strong>. Die Stra\u00dfe f\u00fchrt uns zum Wald (rechterhand das <strong>Pfadfinderhaus<\/strong>). Links herum und wieder rechts rum, ganz kurz folgen wir der Teerstra\u00dfe in Richtung D\u00fcppenweiler. Hinter den M\u00fcllcontainern beginnt jetzt das erste Highlight der Tour: ein sch\u00f6ner langer <strong>Singletrail<\/strong>. Hin und wieder sind \u00c4ste zu \u00fcbersteigen  oder zu \u00fcberfahren. Parallel zur Stra\u00dfe verl\u00e4uft der Trail bis zur <strong>Sodixh\u00fctte<\/strong>. (Zu empfehlen: diesen Pfad einmal in umgekehrter Richtung fahren!!)<\/p>\n<p>Wir \u00fcberqueren die Stra\u00dfe  und fahren <strong>links<\/strong> in den Waldweg rein (Schranke), der sich nach wenigen Metern teilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir nehmen den steileren <strong>rechten Weg<\/strong> den Berg hinauf. Nach etwa 500 Metern Uphill (B\u00e4rsch nuff), kurz bevor wir die Steigung geschafft haben und der Weg sich nach links wendet, verlassen wir diesen Weg und fahren geradeaus einen weniger befahrenen Waldweg hinein. Nach etwa hundert Metern m\u00fcssen wir links abbiegen, am <strong>Starkstrommast<\/strong> Nr. 6371 vorbei und auf einen breiten Waldwirtschaftsweg fahren. Es folgt eine schnelle, aber erholsame Abfahrt bis zur <strong>Teerstra\u00dfe nach D\u00fcppenweiler<\/strong> (Schranke). Wer Singeltrails sch\u00e4tzt, kann 50 Meter vorher <strong>links<\/strong> einbiegen und folgt dem Pferdeweg bis zur Teerstra\u00dfe. Direkt gegen\u00fcber geht es weiter.<br \/>\nWer Zeit und Lust hat, kann einen Abstecher zum <strong>Kupferbergwerk<\/strong> machen (Besichtigung: Sonntagnachmittag oder nach Vereinbarung). Dazu f\u00e4hrt man rechts auf der Teerstra\u00dfe bergab in Richtung D\u00fcppenweiler. <\/p>\n<p>Wir wenden uns nach <strong>links<\/strong> und folgen der Stra\u00dfe ein paar Meter und biegen dann<strong> rechts<\/strong><br \/>\nein in Richtung &#8222;Litermont Erlebniswelt&#8220;. Der breite Weg steigt langsam an. An der n\u00e4chsten Wegkreuzung sind rechts im Wald gr\u00fcn bemooste, richtig <em>nat\u00fcrlich<\/em> wirkende <strong>Bunkerruinen<\/strong> zu erkennen: Reste des Westwalls.<\/p>\n<p>Hier kommt auch der <strong>Kreuzweg<\/strong> zum Litermont hoch. Diesem Weg folgen wir nicht, den kommen wir sp\u00e4ter herunter. Wir folgen erst dem breiten Hauptweg nach rechts. Er bringt uns zu einem Parkplatz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie hier finden wir &#8211; wie rund um den Litermont &#8211; Kunstobjekte von <strong>\u00d6rni Poschmann<\/strong>. Der in Berlin geborene K\u00fcnstler hat lange in Russland gelebt, tut dies jetzt wohl in Bayern. Als gelernter Zimmermann hat er originelle Skulpturen aus Holz f\u00fcr den Litermont zurecht ges\u00e4gt.<br \/>\nZu bestaunen, zu besichtigen und zu umfahren: der <strong>Graue Fels<\/strong>. Am Parkplatz nehmen wir den Weg hinter der blau-wei\u00dfen Schranke, folgen ihm bis wir auf einen weiteren Weg treffen. Links hoch, sehr steil &#8211; und wir sind oben auf dem Litermont.<\/p>\n<p>Pause und Innehalten unter dem Margaretenkreuz. Aussicht? Bei Nebel: gar keine. Bei anderem Wetter \u00fcber Nalbach, Saarwellingen, Dillingen mit seiner riesigen H\u00fcttenanlage hinweg bis zum  Kraftwerk Ensdorf. Das gelb-wei\u00df gestrichene Kreuz kann gut als R\u00fcckenlehne benutzt werden: passend zum  aufgemalten Spruch<em>&#8222;Heil im Kreuz&#8220;<\/em>.<\/p>\n<p>Unten auf dem Platz entsteht ein Nachbau eines napoleonischen Turmes, von dem aus sintemalen Leuchtzeichen zur kriegerischen Verst\u00e4ndigung in die Lande verschickt wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vom Kreuz herunter kommend folgen wir rechts dem Weg zur\u00fcck, es ist ein Kreuzweg.  Wir sto\u00dfen wieder auf die Kreuzung mit Bunker und nehmen denselben Weg runter zur Stra\u00dfe. Diesmal \u00fcberqueren wir sie direkt und fahren auf der anderen Seite in Wald. Ein kleiner wurzeliger Singletrail bringt uns wieder auf den breiten Waldweg. Ihm folgen wir nach einer Bank nach rechts.<\/p>\n<p>Hinterm Strommast 6173 biegen wir aber dann <strong>links<\/strong> ab. Wir sto\u00dfen auf die Teerstra\u00dfe und folgen ihr etwa 20 Meter nach links, dann geht es rechts in den Wald rein. Der Weg wird bald zum Trail. Am besten den Bike- oder Pferdespuren folgen, eine kleine Holzbr\u00fccke ist zu \u00fcberqueren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An einem Hochstand treffen wir auf einen breiten Forstweg. Wir folgen ihm geradeaus. An der n\u00e4chsten Kreuzung  weiter geradeaus den breiten Weg aus dem Wald heraus nehmen. Ziemlich flott kommen wir in offenes Gel\u00e4nde am Fu\u00dfes des Berges (?) heraus, auf dem oben der Bauernhof Scherschel steht. <\/p>\n<p>Ein Betonplaten weg bringt uns hoch bis zum Bauernhof und bald an die Kreuzung Richtung Schmelz.<br \/>\nNach rechts kommen wir \u00fcber diese Stra\u00dfe nach Schmelz-Au\u00dfen oder geradeaus zum Geisweiler Hof.<br \/>\n(Stand Okt 2017)<\/td>\n<td cellspacing=\"10\" cellpadding=\"10\" bgcolor=\"#eaeaea\" valign=\"top\" width=\"200\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nmbiking.de\/oldsite\/dez04_5.jpg\" border=\"2\" width=\"200\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nmbiking.de\/oldsite\/litermont11.jpg\" alt=\"Lohnendes Ziel: Litermontkreuz\" width=\"200\" \/><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nmbiking.de\/oldsite\/uwefels2.jpg\" width=\"200\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nmbiking.de\/oldsite\/vatersohn.jpg\" alt=\"Vater und Sohn auf Herbsttour\" width=\"200\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nmbiking.de\/oldsite\/kupferbergwerk.jpg\" alt=\"Eingang Kupferbergwerk D\u00fcppenweiler\" width=\"200\" \/><font color=\"#ff6600\" face=\"times\" size=\"2\"><strong>Geschichten um den Litermont<\/strong><\/font><font color=\"#ff6600\" face=\"times\" size=\"2\">Wir kennen ihn als  414 Meter hohen Bergr\u00fcccken, von dem aus wir eine sch\u00f6ne Aussicht r\u00fcber zur Saar haben.<\/font><font color=\"#ff6600\" face=\"times\" size=\"2\">Einige romantische Legenden vom Litermont haben sich im Laufe der Zeit angesammelt. Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass der Berg reiche <strong>Kupferminen<\/strong> enthielt und damit \u00fcber die Jahrhunderte Menschen Arbeit und Brot gegeben hat. Sogar aus B\u00f6hmen und Sachsen waren die Arbeiter zugewandert, um den Litermont auszuh\u00f6hlen. Dabei kam es immer wieder zu Wassereinbr\u00fcchen, die Bergleute mussten mit Handpumpen oder von Pferden getriebenen Gef\u00e4\u00dfen  das Wasser aus dem Stollen schaffen. Vielleicht r\u00fchrt daher die Sage, unterm Litermont liege ein unterirdischer See, &#8222;von weiten s\u00fcdlichen Meeresarmen gespeist&#8220;. Der k\u00f6nne eines Tages ausbrechen und die ganze Gegend &#8211; wie eine zweite Sintflut &#8211; unter Wasser setzen. Heute sind die Minen ersch\u00f6pft. In D\u00fcppenweiler ist ein Museumsbergwerk eingerichtet worden, in dem man sich einen Eindruck vermitteln lassen kann von den  Arbeitsbedingungen von Anno Dazumal.<\/font><font color=\"#ff6600\" face=\"times\" size=\"2\">Eine andere Geschichte geht so: In den Stollen des Kupferbergwerkes sollen, wie es hei\u00dft, <strong>Sch\u00e4tze verborgen<\/strong> sein. Nat\u00fcrlich versuchen immer wieder abenteuerlustige Leute herauszufinden, ob was an der Geschichte dran ist. So sind auch einmal drei Burschen nachts in die Grube gegangen, haben die W\u00e4nde mit Lampen abgeleuchtet und dabei T\u00fcren mit seltsamen Zeichen gefunden, die sich aber partout nicht \u00f6ffnen lie\u00dfen. Als da die Jungs vor \u00c4rger fluchten, gab es einen Donnerschlag &#8211; und sie fanden sich vor dem Berg wieder. Seitdem sind die geheimnisvollen T\u00fcren und der unterirdische Gang verschwunden.<\/font><font color=\"#ff6600\" face=\"times\" size=\"2\">Und dann ist da noch die Geschichte des <strong>Maldix vom Litermont<\/strong>. Der hauste mit seiner Familie in der Burg, die wohl fr\u00fcher auf dem Litermont gestanden hat. Seine Mutter war die Burgfrau Margarete vom Litermont.  Ihr Sohn war wohl nicht so edel wie die Mutter, er gilt heute noch als Kinderschreck in der Gegend. An einem Karfreitag soll er bei der Verfolgung eines Hirschs einen steilen Felshang hinabgest\u00fcrzt und zu Tode gekommen sein<\/font><font color=\"#ff6600\" face=\"times\" size=\"2\">Auf jeden Fall soll auf dem Litermont eine <strong>Burg<\/strong> gestanden haben. \u00dcber die Geschichte der Burg war bisher nichts Urkundliches aufzufinden.<br \/>\nDoch muss tats\u00e4chlich eine Befestigung hier oben gestanden haben, wie die noch erhaltenen Spuren von drei W\u00e4llen mit Gr\u00e4ben und geringen Mauerresten ausweisen.<br \/>\nWegen des v\u00f6lligen Fehlens an urkundlichen Erw\u00e4hnungen muss die Zerst\u00f6rung jedoch schon sehr fr\u00fch angenommen werden.<br \/>\nEine <strong>Margarete von Litermont<\/strong> soll den Glockenzehnten in Nalbach gestiftet haben und im Chor der Kirche zu Nalbach begraben worden sein.<br \/>\nSie war angeblich die letzte ihres Geschlechtes. Ihr zu Ehren wurde das Kreuz auf dem Berg errichtet, ihr Name ist darauf heute noch zu lesen.<br \/>\n(Quelle: www.litermont.de)<\/font><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In eigener Sache Dies ist die allererste Tourenbeschreibung von nmbiking, vermutlich Ende der Neunziger Jahre geschrieben. Ein Versuch! Es sollte ein witziger, animierender Text werden, was nicht immer gelungen ist und was ich so heute nicht mehr formulieren w\u00fcrde. 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